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Flandern stellt 121.500 € für die Sanierung des „Privathauses“ an der Basilika in Scherpenheuvel-Zichem bereit: „Sogar Toiletten sind Kulturerbe“

Der flämische Minister für das Kulturerbe und Denkmalschutz, Ben Weyts (N-VA, flämische Nationaldemokraten), stellt 121.500 € für die Restaurierung des sogenannten „Privathauses“ an der Liebfrauenbasilika in Scherpenheuvel-Zichem bereit. Das 100 Jahre alte Gebäude beherbergt Toiletten für die zahlreichen Pilger, die den Wallfahrtsort jährlich besuchen. Die Fassaden, die Holzkonstruktion, das Dach und die Sanitäranlagen werden restauriert.

Andreas Kockartz
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Die Liebfrauenbasilika aus dem 17. Jahrhundert steht in Scherpenheuvel-Zichem, dem meistbesuchten Wallfahrtsort Flanderns und der ältesten Kuppelkirche der Niederen Lande. Die Kuppel ist mit 298 goldenen siebenzackigen Sternen verziert und überblickt einen siebeneckigen Platz, auf dem sich noch heute viele Pilger versammeln. Im geschlossenen Innenhof des Wallfahrtsortes befindet sich das „Privathaus“ aus dem frühen 20. Jahrhundert, in dem Pilger die Toilette benutzen können.

Renovierung

Nach 100 Jahren ist das Gebäude stark sanierungsbedürftig. Eine Dachrinne ist undicht, der Mörtel ist abgewaschen, Dach und Dachrinnen sind moosbewachsen und die Farbe der Holzkonstruktion blättert ab.

Mit der flämischen Unterstützung in Höhe von 121.500 € wird die gesamte Außenfassade des Privathauses saniert. Die undichte Dachrinne wird repariert, der abgewaschene Mörtel erneuert und Dach und Dachrinnen werden gründlich überholt, sodass der Moosbewuchs verschwindet. Die Holzkonstruktion wird restauriert und neu gestrichen. Auch die Sanitäranlagen im Inneren des Gebäudes werden erneuert.

„In und um die Basilika von Scherpenheuvel ist alles Kulturerbe, sogar die Toiletten“, so Minister Weyts: „Dieser Wallfahrtsort trägt zur Geschichte Flanderns bei und ist nach wie vor eine Touristenattraktion und ein Aushängeschild für Flämisch-Brabant. Wir ehren Scherpenheuvel und stellen sicher, dass Besucher aus dem In- und Ausland auch in Zukunft herzlich willkommen sind.“

Kosten

Die Gesamtkosten der Arbeiten werden auf 173.000 € geschätzt. Flandern übernimmt 70 % davon über die Agentur für Immobiles Kulturerbe. Die restlichen Kosten tragen der Kirchenrat von Scherpenheuvel und die Stadt. Flandern hat bereits zuvor 200.000 € in den Wallfahrtsort investiert.

Das restaurierungsbedürftige Toilettenhäuschen als Ganzes

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