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Vennbrand kurz wieder aufgeflammt - „Mäharbeiten waren vielleicht nicht die klügste Entscheidung“

Das Feuer im Hohen Venn ist am Donnerstagnachmittag kurzzeitig wieder aufgeflammt. Nach Angaben der Bürgermeisterin von Baelen (zwischen Eupen und Verviers in der Provinz Lüttich, Nathalie Thönnissen, handelte es sich um ein größeres Aufflammen als die, die in den vergangenen Tagen vereinzelt vorgekommen waren. Die Bürgermeisterin betonte aber, dass kein Grund zur Panik bestehe. Die Einsatzkräfte bekamen die Flammen rasch unter Kontrolle. Inzwischen meldete sich der wallonische Ministerpräsident Adrien Dolimont (MR) zum Verdacht, dass Mäharbeiten den Brand am 14. August ausgelöst haben könnten. 

Andreas Kockartz
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Durch das kurzzeitige Aufflammen des Vennbrands auf Höhe von Drossart in der Gemeinde Baelen unweit von Botrange wurde auch die N68, die mitten durch das Naturschutzgebiet führt, zwischen dem Kreisverkehr Drossart und Eupen bzw. zwischen Belle-Croix und Eupen vorübergehend für den gesamten Verkehr gesperrt. Die Maßnahme sollte vor allem den Einsatzkräften einen leichten Zugang zu einem dort befindlichen Wasserreservoir ermöglichen.

Um das Wiederaufflammen des Feuers im Hohen Venn zu bekämpfen, wurden acht zusätzliche Feuerwehrwagen eingesetzt. Dies teilten die Lütticher Provinzbehörden Gouverneurs am Donnerstag mit. Ein Hubschrauber der Bundespolizei traf ebenfalls vor Ort ein, um gezielte Wasserabwürfe durchzuführen. Die Einsatzkräfte hofften, dass die vorhergesagten Unwetter die Löscharbeiten nicht behindern und ausreichend Regen bringen, um das Feuer im gesamten Gebiet unter Kontrolle zu bringen.

Das Wiederaufflammen konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden.

Das Feuer im Hohen Venn war am 14. August ausgebrochen und rund 3.336 Hektar Wald und geschützte Naturlandschaft gingen in Flammen auf. 

„Mäharbeiten waren vielleicht nicht die klügste Entscheidung“

„Es war an diesem Tag vielleicht nicht die klügste Entscheidung, dort zu mähen,“ sagte der wallonische Ministerpräsident Adrien Dolimont (MR, frankophone Liberale) in der VRT-Magazinsendung „Terzake“ („Zur Sache“). Am Montagabend berichteten unsere Kollegen der RTBF, dass möglicherweise Mäharbeiten mit einer landwirtschaftlichen Maschine der wallonischen Natur- und Forstbehörde (DNF) möglicherweise den Brand im Hohen Venn verursacht haben.

Diese im Naturschutz notwendigen Mäh- und Rodungsarbeiten, die ein Privatunternehmen offenbar im Auftrag der Regionalbehörden durchführte, hätten angesichts der seit Wochen anhaltenden Trockenheit eigentlich nicht stattfinden dürfen. „Wir müssen abwarten. Die Ursache ist noch unklar, muss aber untersucht werden“, erklärte Dolimont in „Terzake“. 

Der wallonische MP Adrien Dolimont (Archivfoto)

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