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Brüssels Generalstaatsanwalt Julien Moinil
Inland
Justiz

150 Schießereien und 22 Explosionen in Brüssel innerhalb eines Jahres: „Jeder kann Opfer werden“

Innerhalb eines Jahres ereigneten sich in Brüssel mehr als 150 Schießereien und 22 Explosionen. Dies erklärte der Brüsseler Staatsanwalt Julien Moinil auf einer Pressekonferenz im Hinblick auf die jüngsten Schießereien in der Hauptstadt. Moinil schlägt Alarm - genau wie schon im letzten Jahr: „Jeder kann jederzeit Opfer drogenbedingter Gewalt werden.“

Andreas Kockartz
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„Vor etwa einem Jahr saß ich hier auf einer ähnlichen Pressekonferenz“, sagte Moinil. „Seitdem haben sich in Brüssel mehr als 150 Schießereien und 22 Explosionen ereignet.“ Der Staatsanwalt warnt daher eindringlich: „Drogenbedingte Gewalt in Brüssel kann jeden treffen, auch unschuldige Opfer.“

Er nannte zwei Beispiele: Am 11. April wurde ein unbeteiligter Zivilist bei einer Schießerei in Saint-Josse-ten-Node lebensgefährlich verletzt und Ende Juli wurde ein Mann bei einer Schießerei in Molenbeek am Arm verletzt.

Drei Verdächtige festgenommen

Während der Pressekonferenz informierte Moinil unter anderem über die Schießereien der vergangenen Wochen in Brüssel sowie über die Maßnahmen von Polizei und Justiz. Er gab außerdem weitere Informationen zu den beiden Personen, die Anfang der Woche in Saint-Gilles festgenommen wurden.

Die beiden führten zwei Schusswaffen mit sich: Zwei Pistolen und ein Magazin. Sie stehen möglicherweise im Zusammenhang mit den Schießereien der letzten Tage: „Es handelt sich um zwei junge Menschen. Einer ist Jahrgang 2005, der andere ist minderjährig.“

Letzte Woche wurde außerdem eine Person im Zusammenhang mit einer Schießerei in der Brüsseler Gemeinde Sint-Gillis festgenommen, bei der ein Opfer eine Beinverletzung erlitt. Es handelte sich dabei einmal mehr um einen Minderjährigen - Jahrgang 2009. Der junge Mann hat keinen festen Wohnsitz in Belgien und wurde im Januar dieses Jahres wegen Diebstahls mit Gewalt zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.

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