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Piet Buyse (Archivfoto)

Der Goldschatz von Dendermonde gehörte vermutlich einer wohlhabenden Brauerfamilie, so der ehemalige Bürgermeister der Stadt

Der von Arbeitern in Dendermonde gefundene Goldschatz gehörte vermutlich der Brauerfamilie Van Assche. Das sagt Piet Buyse (Foto), Historiker und ehemaliger Bürgermeister von Dendermonde: „Die drei Kinder von Vater Theofiel Van Assche blieben unverheiratet. Ihr Haus wurde nach ihrem Tod den Priestern vermacht. Wahrscheinlich wusste niemand, dass sich dort auch Gold befand.“

Andreas Kockartz
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„Als ich von dem Schatz hörte, habe ich sofort angefangen, in Nachschlagewerken zu recherchieren“, sagt Piet Buyse. Er war 17 Jahre lang Bürgermeister von Dendermonde und kennt die Gegend daher aus beruflichen Gründen gut, aber auch als Historiker. „Um das Gebäude rankt sich eine wunderschöne Geschichte“, beginnt Buyse: „Die Familie Van Assche ließ das Herrenhaus erbauen. Sie waren Bierbrauer.“

1899 erwarb Theofiel Van Assche ein riesiges Grundstück in der Van Langenhovestraat, um dort eine Brauerei zu errichten: "Jetzt wurde in eben dieser Straße ein Schatz entdeckt. Er befand sich in einem Herrenhaus, das als einziges Gebäude auf dem gesamten Gelände erhalten geblieben ist. Die Familie muss außerordentlich wohlhabend gewesen sein. Neben der Brauerei besaßen sie diverse Gaststätten. Darüber hinaus waren die Van Assches auch im Immobiliengeschäft tätig.“

Drei Kinder blieben unverheiratet

Auch das Vermögen wurde nie geteilt: Theofiel Van Assches drei Kinder blieben unverheiratet: „So häuften sie ein großes Vermögen an, das nie an die jüngeren Generationen weitergegeben wurde. Nachdem der letzte Nachkomme der Familie 1982 verstorben war, wurde das Gebäude der Abtei Dendermonde geschenkt. Es gab jedoch eine Bedingung: Die Pater mussten das Gebäude für einen guten Zweck nutzen.“

Dieser gute Zweck wurde das CAW: „Das Zentrum für Allgemeine Wohlfahrtsarbeit hilft unter anderem Obdachlosen. Es war eine Wohltätigkeitsorganisation, die ihren Namen wahrlich verdiente.“ 

„Ohne dass es jemand wusste“

„Als das Geld den Priestern gespendet wurde, wurde dieser Schatz offenbar mitgegeben, ohne dass es jemand wusste. Der Goldschatz stammt übrigens aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals besaß die Familie Van Assche bereits ein sehr großes Vermögen. Es ist durchaus möglich, dass sie dieses Vermögen in Gold angelegt haben.“

Viele Menschen hielten Gold damals für eine kluge Art der Vermögensverwaltung. Besonders nach dem großen Börsencrash von 1929. Diese Generation wollte daher nicht zu viel Geld besitzen. Gold galt als sicherer Hafen. Es ist auch logisch, dass die Van Assches ihr Gold an einem sicheren Ort versteckten. Das tat damals jeder. Und im Grunde tun wir das heute noch.“"

„Sollte dieses Geld schließlich im CAW landen, schließt sich der Kreis. Genau das wollte die Familie Van Assche, dass mit ihrem Geld etwas Gutes geschieht“, resümiert der ehemalige Bürgermeister und Historiker Piet Buyse.

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