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Inland
Justiz

Wem gehört der Goldschatz in Dendermonde? „Der Besitzer hat fünf Jahre Zeit, ihn zu beanspruchen.“

Der ursprüngliche Besitzer des Schatzes von Dendermonde hat fünf Jahre Zeit, das Gold zu beanspruchen. Dies teilte das belgische Justizministerium mit, nach dem Arbeiter  einen Goldschatz im Wert von 9 Mio. € gefunden hatten. Sie meldeten den Fund ehrlich der Polizei, und das völlig zu Recht. „Wer bei Renovierungsarbeiten einen Schatz findet, ist verpflichtet, dies zu melden.“

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Wenn in Belgien jemand bei Renovierungsarbeiten einen Schatz findet, gelten die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches über „Fundstücke“. Dabei handelt es sich um Gegenstände, für die Eigentumsrechte bestehen (können).

„Zuerst muss der Finder versuchen, den ursprünglichen Besitzer ausfindig zu machen“, so Sharon Beavis vom belgischen Justizministerium gegenüber VRT NWS: „Wenn dies nicht gelingt, muss der Fund innerhalb von sieben Tagen der Gemeinde gemeldet werden.“ Dass kann auch über die Polizei oder die Staatsanwaltschaft erfolgen.

Fünf Jahre

Wer verwahrt den Schatz, bis der Besitzer gefunden ist? „Der Finder kann den Fund behalten oder ihn der Gemeinde zur Aufbewahrung überlassen“, so Justizsprecherin Beavis: „In diesem Fall entschied man sich für ein sicheres, von der Regierung bereitgestelltes Lager. Dies liegt auch daran, dass die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft noch andauern.“

Nummerierte Goldbarren und "Pfundmünzen" im Wert von geschätzt 9 Mio. €

„Anschließend hat der ursprüngliche Eigentümer fünf Jahre Zeit, den Schatz zu beanspruchen“, so Beavis weiter: „Geschieht das nicht, wird entweder der Finder oder die Regierung der neue Eigentümer.“

Fundort

Dies gilt für Schätze, die nicht versteckt waren. In diesem Fall befand sich der Schatz jedoch in einer Truhe, die in eine Mauer eingemauert war: „Für versteckte Gegenstände gelten besondere Regeln. Wird ein versteckter Gegenstand auf dem eigenen Grundstück (zum Beispiel im eigenen Haus, Red.) gefunden, wird der Hausbesitzer auch Eigentümer des Fundes.“

„Entdeckt man einen Schatz jedoch auf fremdem Grund und Boden, wird der Fund geteilt: Der Finder erhält die Hälfte, der Eigentümer des Grundstücks, auf dem der Fund gemacht wurde, die andere Hälfte.“

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