Ein unbekannter privater Investor hat mit 21,5 Mio. € das höchste Gebot für das brachliegende Gelände des in Konkurs gegangenen Busherstellers Van Hool in Koningshooikt (Lier, Provinz Antwerpen) abgegeben. Auch die flämische Landesregierung zeigte Interesse an dem Grundstück. „Wir freuen uns über das große Interesse. Uns war vor allem wichtig, dass die Grundstücke nicht brachliegen“, so Flanderns Ministerpräsident Matthias Diependaele (N-VA, flämische Nationaldemokraten) in einer ersten Reaktion.
Privater Investor (und nicht Flandern) kauft das Van Hool-Grundstück in Lier
Die Gebotsfrist für das 30 Hektar große Gelände des ehemaligen Busherstellers Van Hool in Lier war am Dienstagmorgen abgelaufen. Das höchste Gebot lag bei 21,5 MillionMio. € auf der Auktionsplattform Biddit. Wer das Gebot abgegeben hat, ist nicht bekannt. Flandern zeigte ebenfalls Interesse, ist aber letztendlich nicht der Käufer des Grundstücks.
„Wir haben ein Gebot abgegeben, sind aber nicht Eigentümer geworden. Das ist kein Problem. Unsere Befürchtung war, dass niemand das Gelände entwickeln wollte und dass es deshalb in der Insolvenz verschwinden würde“, sagt der flämische Ministerpräsident Matthias Diependaele (N-VA).
„Es stellte sich heraus, dass mehrere private Investoren Interesse zeigten, was erfreulich ist. Auch wir wissen noch nicht, wer es ist. Wir wollen uns so bald wie möglich mit dem Höchstbieter und der Stadt Lier in Verbindung setzen, um zu sehen, wie wir die industrielle Aktivität dort schnellstmöglich wiederbeleben können.“
Kann der Käufer das Gelände auch bezahlen?
Der Stadtrat von Lier freut sich ebenfalls auf die Zusammenarbeit mit den oder dem Investoren. „Der Insolvenzverwalter prüft derzeit die Zahlungsfähigkeit des Bieters, um festzustellen, ob er den Betrag tatsächlich aufbringen kann. Danach wollen wir uns so bald wie möglich mit ihm in Verbindung setzen“, sagte Liers Bürgermeister Rik Verwaest (N-VA) auf Anfrage von VRT NWS.
„Wir haben erfahren, dass Flandern nicht bis zum Schluss geboten hat, als deutlich wurde, dass auch private Investoren Interesse zeigten. Wir wissen auch nicht, wer dort ansässig sein wird oder welche Aktivitäten stattfinden werden. Das wussten wir von der flämischen Regierung. Am wichtigsten ist, dass die Flächen nicht brachliegen“, so Verwaest.

