Die flämische Regierung hat beschlossen, für das rund 30 Hektar große Industriegelände des ehemaligen belgischen Busherstellers Van Hool in Koningshooikt bei Lier (Provinz Antwerpen) zu bieten. Das Gelände wird öffentlich versteigert und der Startpreis liegt bei 20 Mio. €. Van Hool hatte zusätzliches Gelände ursprünglich für eine geplante Erweiterung erworben. Diese Pläne wurden jedoch durch die Insolvenz des Unternehmens im Jahr 2024 nicht mehr umgesetzt.
Die flämische Landesregierung will das ehemalige Van-Hool-Industriegelände erstehen
Flanderns Ministerpräsident Matthias Diependaele (N-VA, flämische Nationaldemokraten) erklärte gegenüber VRT NWS, die Regierung wolle sicherstellen, dass das Gelände für Industrie- und Produktionsbetriebe erhalten bleibt. Er betonte, dass die Regierung normalerweise keine Grundstücke kaufe und entwickle, doch dass es in diesen Fall um das allgemein öffentliche Interesse gehe.
„In Flandern herrscht ein akuter Mangel an Industrieflächen, insbesondere an großen Grundstücken“, so Diependaele. In der Provinz Antwerpen stehen derzeit nur etwa 45 Hektar Industriefläche zur Verfügung.
Die Regierung plant, das Gelände für die gewerbliche Nutzung vorzubereiten und es später Unternehmen zur Verfügung zu stellen, die Arbeitsplätze schaffen und die die Industrie der Region stärken können. Die Entwicklung soll in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und gegebenenfalls mit privaten Partnern erfolgen. Auch die Stadt Lier und der flämische Unternehmerverband VOKA stehen hinter dem Projekt, denn es geht hier um Tausende mögliche Arbeitsplätze.
