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Inland
Wirtschaft

119 Mio. € aus Flandern für Volvo, um das Werk in Gent offenzuhalten

Die flämische Landesregierung zeigt sich bereit dazu, Volvo Cars in Gent einen Zuschuss in Höhe von 119 Mio. € zu gewähren, damit das dortige Werk offengehalten wird. Am Wochenende schrieben die flämischen Tageszeitungen De Tijd und Het Laatste Nieuws, dass Flanderns Ministerpräsident Matthias Diependaele (N-VA, flämische Nationaldemokraten) eine entsprechende Intensionserklärung an die Volvo-Zentrale in Schweden gesendet hat. Inzwischen ist der Streik beim Volvo-Zulieferer Plasman in Gent zu Ende und die Produktion konnte wieder hochgefahren werden.

Andreas Kockartz
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Diese Subsidien sollen Volvo Cars davon überzeugen, in den kommenden Jahren die notwendigen Investitionen in die Modernisierung der Autofabrik im Genter Hafen zu investieren. Damit reagiert die flämische Landesregierung auf Bemerkungen von Seiten des Volvo Cars-CEO Hakan Samuelsson, dass das belgische Werk zu teuer sei.

Das Zuschusspaket umfasst drei Teile. Eine erste Somme von 30 Mio. € ist für Investitionen in energie-effiziente und zirkuläre Produktion bestimmt. Daneben kann der schwedisch-chinesische Autobauer (Volvo Cars gehört zur chinesischen Geely-Gruppe) von über einer Laufzeit von 10 Jahren verteilte 80 Mio. € profitieren, mit denen Innovationen rund um Fahrzeug-Batterien und Digitalisierung finanziert werden sollen. Die restlichen 9 Mio. € sollen für Weiterbildungen für das Personal genutzt werden.

Das ist kein Blankoscheck“

Flanderns MP Diependaele in De Tijd und Het Laatste Nieuws

MP Diependaele unterstrich gegenüber De Tijd und Het Laatste Nieuwe, dass diese Zuschüsse nicht automatisch gewährt würden: „Das ist kein Blankoscheck. Die Unterstützungen folgen erst, wenn die Investitionen effektiv erfolgen.“ 

Streik bei Zulieferer Plasman vorbei

Die Beschäftigten des Volvo-Zulieferbetriebs Plasman in Gent haben ihren Streik beendet, nachdem ein Sozialabkommen erzielt werden konnte. Plasman liefert Volvo u.a. Stoßfänger, doch das Unternehmen droht, Ende des Jahres diesen Auftrag zu verlieren. Dadurch werden Arbeitsplätze abgebaut. Das Personal hatte seit Dienstag in der vergangenen Woche die Arbeit niedergelegt, um Druck gegenüber dem Plasman-Management auszuüben, damit es endlich zu Sozialverhandlungen kommen konnte.

Bei Volvo fiel dadurch die seit diesem Moment die Produktion aus, da Plasman die Bauteile just-in-time lieferte und so waren dort rund 4.000 Arbeitnehmer „technisch Arbeitslos“. Am Freitagabend konnte die Nachtschicht die Bänder wieder „anstoßen.“

Bei Plasman stimmten nur etwa 55 % dem Sozialabkommen zu. Wie viele Jobs dort wegfallen, ist noch unklar. Insgesamt arbeiten dort 130 Mitarbeiter direkt für Volvo, die wohl die konkret betroffenen Kollegen sein werden. Entsprechende Entlassungen erfolgen mit den gesetzlichen Entschädigungen und die Gewerkschaften gaben an, zudem bei den Sozialverhandlungen Prämien für die Betriebszugehörigkeit auf Jahresbasis herausgeschlagen zu haben. 

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