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Trinkwasserzufluss in Westflandern mit seit langem verbotenen Pestiziden verseucht

Im Großen Kemmelbeek bei Reningelst in der Westhoek in Westflandern wurde eine hohe Belastung mit dem Pestizid Oxamyl gemessen, die das zulässige Maß um das 2.000-Fache übersteigt. Das zur Bekämpfung von Kleinwürmern eingesetzte Pestizid ist nicht nur in Flandern seit mehreren Jahren verboten. Der Große Kemmelbeek ist einer der wichtigsten Zuflüsse für das Trinkwasserwerk De Blankaart, dessen Trinkwasser sowieso überhöhte Schadstoffkonzentrationen aufweist.

Andreas Kockartz
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Die kontaminierten Proben wurde vor drei Wochen entnommen, acht Tage vor der Veröffentlichung des neuen flämischen Trinkwasserplans zur Lösung des Trinkwasserproblems in der Westhoek. Das Wasser im Trinkwasserwerk De Blankaart enthält bereits mehr schädliche Triazole als die europäische Norm zulässt.

Die Provinz Westflandern hat alle Landwirte der Region in einer Mitteilung darüber informiert, dass an der Messstelle in Reningelst die zulässige Oxamyl-Konzentration um das 2.000-Fache überschritten wurde. „Die Tatsache, dass solche Spitzenkonzentrationen gemessen werden, deutet auf illegale Anwendung hin“, so die Mitteilung der Provinz.

Beunruhigte Naturschützer

„Es geht um 232 Mikrogramm pro Liter, während der zulässige Grenzwert im Wasser nur 0,12 Mikrogramm pro Liter beträgt. Bis die Grenzwertüberschreitungen gemessen werden, sind die Substanzen bereits ins Wasser gelangt“, entgegnet Lieven Stubbe vom ehrenamtlichen Naturschutzverband Natuurpunt empört.

„Meine größte Sorge ist, dass wir systematisch und zunehmend – wenn auch in geringen Mengen – solche Substanzen durch unser Trinkwasser aufnehmen. Ich frage mich, welche Auswirkungen dieser Stoffcocktail hat und vor allem, warum nur die Landwirte informiert wurden. Ich hoffe, dass der neue flämische Trinkwasserplan einen Wendepunkt einleitet“, so Stubbe.

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„Keine Gefahr“

Erst nach einiger Zeit konnte die Analyse der Probe die Verschmutzung des Bachs aufdecken. Damit war auch De Watergroep, die regionale flämische Wasserbehörde, über die Verunreinigung informiert und leitete die Information an die Flämische Umweltbehörde (VMM) weiter.

„Wir bedauern dies natürlich sehr“, sagte Watergroep-Sprecherin Kathleen De Schepper gegenüber VRT NWS: „Diese Verschmutzungen beeinträchtigen nicht nur die Wasserqualität, sondern untergraben auch das Engagement der Landwirte, die ordnungsgemäß arbeiten. Die Qualität des von uns in De Blankaart produzierten Wassers ist jedoch nicht beeinträchtigt.“

„Bevor das Wasser unseren Stausee erreicht, findet im Einzugsgebiet des Flusses IJzer und im Einzugsgebiet Richtung De Blankaart eine erhebliche Verdünnung statt. Wir untersuchen diesen Stoff übrigens bereits seit 2018. Wir führen regelmäßige Messungen durch, und die Konzentration des Stoffes in unserem Stausee hat den Grenzwert noch nie überschritten,“ so De Schepper

Die Folgen der Verschmutzung für Pflanzen, Menschen und Tiere sind noch nicht bekannt.

Der Große Keemmelbeek und das Trinkwasserbecken De Blankaart

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