Der Königin-Elisabeth-Wettbewerb steht 2026 im Zeichen mehrerer Jubiläen: 75 Jahre sind seit seiner Wiederaufnahme im Jahr 1951 vergangen. Zugleich jährt sich der Geburtstag seiner Namensgeberin, Königin Elisabeth von Belgien, ebenso wie jener des katalanischen Cellisten Pablo Casals zum 150. Mal.
Erste Runde des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs am 4. Mai steht vor der Tür
Turnusgemäß steht diesmal das Cello im Mittelpunkt. Es ist die jüngste Disziplin des Wettbewerbs: 1951 war die Violine das erste Instrument, 1952 kam das Klavier hinzu, 1988 folgte der Gesang und 2017 wurde schließlich das Cello in den Turnus aufgenommen. Entsprechend handelt es sich 2026 um den dritten Cello-Wettbewerb. Bei der letzten Ausgabe im Jahr 2022 gewann die Koreanerin Hayoung Choi den ersten Preis.
Das Interesse bleibt groß: 185 Bewerberinnen und Bewerber im Alter zwischen 18 und 30 Jahren hatten sich gemeldet, 66 wurden von einer internationalen Jury zur ersten Runde zugelassen. Unter ihnen ist in diesem Jahr kein Teilnehmer aus Belgien vertreten. Gleichzeitig zeigt sich die Nähe zum belgischen Musikleben daran, dass sechs Kandidaten an der Kapelle Königin Elisabeth studieren.
Historisches Cello für vier Jahre zu gewinnen
Der Wettbewerb beginnt am 4. Mai im Flagey in Elsene mit der ersten Runde, die bis zum 9. Mai dauert. Das Halbfinale, an dem noch 24 Cellisten teilnehmen, folgt vom 11. bis 16. Mai, ebenfalls im ehemaligen Funkhaus. Parallel zu den ersten beiden Runden ist dort die Ausstellung „75 years of history“ zu sehen, die Bilder des Wettbewerbs seit 1951 zeigt. Für das Finale der 12 Finalistinnen und Finalisten vom 25. bis 30. Mai zieht der Wettbewerb in den Palast für Schöne Künste (Bozar) um. Der Gewinner des Wettbewerbs darf das historische Cello Casals aus dem Jahr 1733 für vier Jahre nutzen.
Der Ablauf folgt damit dem bewährten Format mit mehreren Runden und einem klar strukturierten Auswahlprozess. Am Ende steht die Entscheidung darüber, wer sich in diesem Jahr in die Reihe der Preisträger einfügen darf. Anschließend folgen bis Mitte Juni mehrere Preisträgerkonzerte, die die Ausgabe traditionell beschließen.

