In Flandern sind seit Montagfrüh wieder alle Bpost-Mitarbeiter im Dienst. Anders sieht es in Brüssel aus: Dort sind zwei von drei Verteilzentren weiterhin blockiert und kaum die Hälfte der Zustellrouten wird bedient. Auch in Wallonien finden noch vereinzelte Streiks statt. Inzwischen sind auch die spontanen Streiks bei Aldi in Belgien zu Ende. Ende letzter Woche und am Samstag legten zahlreiche Mitarbeiter gegen die geplante Sonntagsöffnung bei Aldi die Arbeit nieder.
Bei der belgischen Post wird teilweise noch gestreikt, bei Aldi nicht mehr
Die Bpost-Mitarbeiter hatten im vergangenen Monat aus Sorge vor den geplanten Arbeitszeitänderungen im Rahmen des Dienstplanreform ihres Unternehmens gestreikt. In Zukunft sollen z.B. die Briefträger später mit der Arbeit bzw. mit ihren Schichten beginnen, was auch dazu führt, dass sie erst später am Tage Feierabend haben.
Der Sozialkonflikt bei Bpost hatte Ende März begonnen. Inzwischen warten Hunderttausende Pakete und Briefe darauf, zugestellt zu werden. Ende der vergangenen Woche hatten Gerichtsvollzieher versucht, die durch die Streikenden blockierten Vertriebsstandorte von Bpost freizubekommen mit mäßigem Erfolg.
Weitere Gespräche zwischen dem Post-Management und den Gewerkschaften fanden am Montag nicht statt.
Alle Aldi-Filialen sind wieder geöffnet
Laut dem Aldi-Management in Belgien öffneten alle Filialen am Montag gegen 9 Uhr wieder. In den vergangenen Tagen hatte es Aktionen als Reaktion auf Aldis Pläne zur Sonntagsöffnung gegeben.
Seit Donnerstag handelte es sich dabei hauptsächlich um spontane Aktionen der Mitarbeiter. Am Samstagmorgen blieben z.B. rund 40 belgische Aldi-Filialen geschlossen. Die Situation änderte sich im Laufe des Tages. Jetzt sind aber alle Mitarbeiter wieder an ihren Arbeitsplätzen.
Aldi plant in Kürze Sozialverhandlungen mit dem Personal und den Gewerkschaften in Belgien, um über die geplante Öffnung der Filialen an Sonntagen zu sprechen.

