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Einstein-Teleskop: Neue Untersuchungen zu Bodengeräuschen in Voeren und 29 weiteren Gemeinden

Im Hinblick auf einen möglichen Bau des Einstein-Teleskops finden a Ende Mai erneut Untersuchungen zum Bodengeräuschen in Voeren in der flämischen Provinz Limburg und in 29 weiteren Gemeinden in der Umgebung statt. Dabei kommen Sensoren zum Einsatz, die etwa 15 Zentimeter unter der Oberfläche installiert sind und unterirdische Vibrationen erfassen.

Andreas Kockartz
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Joris Gaens, der Bürgermeister der Gemeinde Voeren (Voerbelangen), bestätigte vor einigen Tagen gegenüber VRT NWS, dass die Projektleitung der Bewerbung für das Einstein-Teleskop seine Gemeinde um die Genehmigung für die neuen Untersuchungen gebeten hatte: „Die passive seismische Untersuchung wird Ende Mai beginnen“, so Gaens: „Insgesamt werden rund 700 Geophone in 30 Gemeinden im Boden verlegt. Sie dienen der Messung des durch Vibrationen verursachten Lärms im Boden. Diese können beispielsweise durch Verkehr, Bauarbeiten oder verschiedene Aktivitäten in der Landwirtschaft oder in Wohngebieten entstehen.“

Die Vibrationen können Lärm verursachen, der die Forschungsergebnisse des Teleskops beeinflussen könnte: „Deshalb will man jetzt so genau wie möglich kartieren, welche Vibrationen in den Boden gesendet werden.“ 

700 Sensoren - aber keine (Lärm)Belästigung

Die hier zur Anwendungen kommenden Geophone sind 10 x 10 Zentimeter groß, so der Bürgermeister: „Das sind wirklich kleine Geräte. Man muss genau wissen, wo sie sich befinden und wo man suchen muss. Sie werden hauptsächlich in den Straßenrändern entlang von Gemeinde- und Regionalstraßen in einer Tiefe von 15 Zentimetern vergraben. Weitere Einheiten können auf Privatgrundstücken platziert werden, aber nur mit Zustimmung der Eigentümer.“

Laut Gaens besteht für die Anwohner daher kein Grund zur Sorge. „Die Geophone senden keine Signale oder Vibrationen aus. Es entstehen keinerlei Belästigungen.“

ANSEHEN

Nicht die erste und nicht die letzte Messung

Ähnliche passive seismologische Untersuchungen fanden bereits 2024 (Foto oben, Video unten) statt. „Darüber hinaus wurden auch Tiefbohrungen durchgeführt, was eine weitere Messmethode darstellt“, ergänzte Gaens: „Alle Ergebnisse werden jetzt zusammengeführt, da derzeit das ‚Bidbook‘ bzw. der endgültige Vorschlag für das Einstein-Teleskop im Dreiländereck erstellt wird. Schließlich muss bis Ende nächsten Jahres feststehen, wo es errichtet werden soll.“

Neben der Bewerbung Belgiens in Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden in der Euregio Maas-Rhein wollen auch der deutsche Freistaat Sachsen und die italienische Insel Sardinien das Teleskop bauen.

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