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Wasserrückhaltung vs. Versiegelung: Flämische Städte und Gemeinden können ein „Schwammlabel“ erhalten

Ein neues „Schwammlabel“ soll zeigen, welche Städte und Gemeinden in Flandern für extreme Wetterereignisse der Zukunft gerüstet sind. Das Label ist eine Initiative von VLARIO, der flämischen Behörde für Abwasser und Wasserklärung, und der ehrenamtlich arbeitenden Naturschutz-Bewegung Natuurpunt.  Die Initiative „Schwammlabel“ wurde am Dienstag im Wolvenberg-Park in Antwerpen vorgestellt. 

Andreas Kockartz Belga
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Flandern ist zunehmend von Starkregen und Dürreperioden betroffen. Das neue Label soll daher sichtbar machen, welche Städte und Gemeinden ihr Gebiet an dieses neue Klima anpassen und Wasser und Regen so Raum geben, dort zu bleiben, wo es sich aufstaut oder fällt.

„Mehr Wasserspeicherung ist kein grünes Ideal mehr, sondern schlichtweg grundlegende Infrastruktur“, sagt Wendy Francken (VLARIO): „Wer sich heute noch auf die schnelle Ableitung von Regenwasser konzentriert, bereitet sich auf die Verwundbarkeit von morgen vor. Intelligente Wasserrückhaltung entscheidet zunehmend darüber, ob Stadtviertel Starkregen, Hitze und Dürre standhalten. Kommunen, die sich jetzt nicht darauf konzentrieren, werden später die Zeche zahlen.“

Wenn Warnungen vor niedrigem Grundwasserspiegel und angespannter Wasserversorgung nur wenige Wochen nach starken Regenfällen auftauchen, liegt das daran, dass Flandern immer noch zu viel Regen verliert. „Wir versiegeln Flächen schneller, als das Wasser nachfließen kann“, erklärt Francken weiter: „Das Wasser trifft zu oft auf Beton, Asphalt und Dächer, fließt schnell in die Kanalisation und verschwindet, bevor die Natur davon profitieren kann.“

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