Am Dienstagabend im Antwerpener Zentralbahnhof gefundene verdächtige Gepäckstücke erwiesen sich als harmlos. Dies teilte Kim Bastiaens, Sprecher der Antwerpener Polizei, mit. Drei Personen wurden in diesem Zusammenhang festgenommen. Am Montag wurde aufgrund ähnlicher Funde der Brüsseler Bahnhof Süd/Midi zeitweise geräumt. Solche Vorfälle können für die Verursacher sehr teuer werden.
Verdächtige Gepäckstücke am Antwerpener Zentralbahnhof entdeckt - Drei Personen festgenommen
Die Polizei traf am Dienstagabend gegen 19 Uhr am Einsatzort ein und richtete eine großflächige Sicherheitszone ein. Infolgedessen wurden mehrere Eingänge zum Bahnhof gesperrt. Andere Eingänge blieben geöffnet. Der Kampfmittelräumdienst DOVO traf ein und erklärte das Gepäck nach eingehender Kontrolle für ungefährlich.
Die Sicherheitszone wurde daraufhin aufgehoben. Die Polizei nahm drei Personen zum Verhör fest. Die Staatsanwaltschaft muss über eine Untersuchungshaft entscheiden.
Zusammenhänge mit anderen Vorfällen?
Es ist unklar, ob dieser Vorfall mit den beiden Vorfällen von gestern in Zusammenhang steht. Am Montagabend wurde in der Nähe des Antwerpener Bahnhofs im jüdischen Viertel ein Auto in Brand gesetzt. Die Brandstiftung wurde vorläufig als vorsätzliche Brandstiftung bei Nacht und als Beteiligung an den Aktivitäten einer terroristischen Vereinigung eingestuft. Zwei Minderjährige wurden kurz nach dem Vorfall festgenommen.
Zuvor am Montag stand der Brüsseler Südbahnhof nach dem Fund von drei verdächtigen Paketen mehrere Stunden lang still. Eines davon trug die Aufschrift „explosiv“ und „korrosiv“. Diese Pakete erwiesen sich jedoch ebenfalls als harmlos.
Mit welchen Folgen müssen die Täter rechnen?
Die beiden harmlosen Pakete in Brüssel sorgten für 18.649 Minuten Verspätung, sprich für rund 300 Stunden. Hinzu kommen zahllose Überstunden für die betroffenen Lokführer und Schaffner. Die belgische Bahn deutet an, auch in diesem Fall die entstandenen Unkosten bei den Tätern, so sie denn gefunden werden, einzutreiben.
Letztendlich kann auch der Kampfmittel-Räumdienst DOVO seine entstandenen Kosten für die Anfahrt und die Kontrolle der Gegenstände einklagen. Da fällt die Geldbuße von 2.400 € für einen falschen Bombenalarm eher noch gering aus…


