10 Frauenverbände aus allen Landesteilen in Belgien haben anlässlich des Weltfrauentages am 8. März gerechtere und angemessenere Renten für Frauen gefordert. In einem offenen Brief prangern sie die Ungerechtigkeit in diesem Hinblick in Belgien an.
Frauenverbände in Belgien fordern gerechtere Renten für Frauen
Die Frauenverbände stellen fest, dass Frauen in Belgien aktuell bis zu 28 % weniger Rente bekommen, als Männer. Diese Ungleichheit, so der offene Brief, werde durch die Rentenreform der Bundesregierung noch verschärft.
Die Regelungen bezüglich des allgemeinen Rentenanspruchs, besonders in der Frage einer Unterbrechung der beruflichen Laufbahn nach Schwangerschaften oder durch Teilzeitarbeit, würden diese Ungerechtigkeit noch verstärken.
In diesem Zusammenhang erinnern die Frauenverbände auch an Zahlen des belgischen Statistikamtes (Statbel), nach denen z.B. im Jahr 2023 rund 40 % aller berufstätigen Frauen in Teilzeit gearbeitet haben, während im gleichen Jahr 68 % der Frauen Hausarbeit, Kinderbetreuung und auch die Pflege von betagten oder kranken Angehörigen alleine geleistet hätten.
Nicht zuletzt, wie die Frauenverbände auf Basis der Statbel-Zahlen feststellen, würden etwa 20 % aller Frauen in Belgien überhaupt keiner bezahlten Arbeit nachgehen, um eben Haushalt, Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen gewährleisten zu können…

