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Belgien: Frauenbewegungen fordern Anpassung der Rentenreform – Frauen seien darin benachteiligt

10 Frauenverbände und -organisationen fordern von der belgischen Bundesregierung, dass diese die Rentenreform anpasst. Diese Reform treffe Frauen heftiger als Männer. Die Regierung will, dass die Arbeitnehmer länger arbeiten und aus diesem Grunde werden die Pensionen für bestimmte Personenkreise in Zukunft niedriger liegen. 

Andreas Kockartz
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Davon sind wiederum die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen, die über einen kürzeren Zeitraum hinweg sozialversichert gearbeitet haben. Konkret bedeutet das, dass Jahre, in denen man weniger als 156 ganze Tage weniger gearbeitet hat, nicht mehr in die Rente mit einberechnet werden. Bisher galt hier die Zahl von 104 weniger gearbeiteten Tagen pro Jahr.

Diese Entwicklung bedeutet schlechte Nachrichten für die zukünftigen Pensionen von Frauen, denn sie arbeiten sehr oft in Teilzeit. Die Frauenverbände fordern jetzt, dass diese neuen Regelungen erst für zukünftige Betroffene gelten. Bei aktuell betroffenen Frauen gilt die neue Regelung auch schon für die Laufbahn, die man derzeit schon hinter sich hat.

Das Kabinett von Rentenminister Jan Jambon (N-VA) weist die Kritik zurück: „Bei unserer Rentenreform haben wir die besondere Situation von Frauen berücksichtigt, die häufig mehr Betreuungsaufgaben übernehmen. Deshalb wurden Mutterschaftsurlaub, Pflegeurlaub, vorübergehende Arbeitsunfähigkeit und Krankheit gleich behandelt. Diese Zeiträume werden alle für die Rentenansprüche angerechnet.“

Das Kabinett betont, dass jedes Jahr einer Erwerbstätigkeit, in dem jemand auch nur in Teilzeit beschäftigt war, für die Rentenberechnung zählt: „Wenn neben den oben genannten Zeiten noch weniger Beiträge geleistet wurden, wird sich dies in der Rentenberechnung niederschlagen. Das gilt für alle.“

Nichts desto trotz lancieren die Frauenbewegungen in diesen Tagen dazu eine Info- und Sensibilisierungskampagne. 

Benachteiligt die Rentenreform in Belgien arbeitende Frauen?

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