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„i-Police“: Belgiens Polizei fordert Entschädigung von französischer Firma nach gescheitertem Projekt

Die belgische Bundespolizei fordert von der französischen IT-Beratungsfirma Sopra Steria Group, ein eigentlich international renommiertes Unternehmen, eine Entschädigung von insgesamt 179 Mio. €. Diese Forderung bezieht sich auf das gescheiterte Projekt zur Digitalisierung der Polizei, dass unter dem Titel „i-Police“ lief. Die Polizei brach den Auftrag für das Unternehmen ab, da es trotz getätigter Zahlungen zu keinem greifbaren Ergebnis kam. 

Andreas Kockartz Belga
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Dies erklärte Eric Snoek, der Generalkommissar und Leiter der belgischen Bundespolizei gegenüber dem belgischen Parlament im Rahmen einer Ausschusssitzung. Zusätzlich zu der Schadensersatzforderung kommt noch die Rückzahlung von bereits gezahlten Rechnungen in Höhe 65 Mio. € hinzu, so Snoek.

Die föderale Polizei erteilte Spora Steria vor rund 5 Jahren den Auftrag zur Entwicklung einer digitalen Plattform, die „i-Police“ heißen sollte. Allerdings konnte das Unternehmen in all diesen Jahren keine greifbaren Ergebnisse vorweisen. Ende 2025 kündigte Bundesinnenminister Bernard Quintin (MR) diesen Auftrag und damit bahnte sich ein juristisches Verfahren an.

Mit „i-Police“ hätte die Polizei Daten aus rund 80 Anwendungen und Datenbanken auf einer zentralen Informationsplattform verknüpfen und darauf zugreifen sollen. Der Rahmenvertrag zwischen der belgischen Polizei und der französischen IT-Firma belief sich auf einen Wert von 299 Mio. €.

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