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Durchsuchung im Hauptquartier der belgischen Bundespolizei in Brüssel in Zusammenhang mit dem gescheiterten Digitalisierungsprojekt „i-Police“

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft hat am Mittwochabend eine Durchsuchung im Nationalen Verwaltungszentrum (RAC, Foto) in Brüssel durchgeführt. Dort hat auch das , Hauptquartier der belgischen Bundespolizei ihren Sitz. Dies berichtete die flämische Tageszeitung Het Nieuwsblad und diese Meldung wurde gegenüber VRT NWS bestätigt. Die Durchsuchung steht offenbar in Zusammenhang mit den Ermittlungen zum gescheiterten millionenschweren Digitalisierungsprojekt „i-Police“.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

„Die Durchsuchung im Polizeihauptquartier erfolgte mit voller Zustimmung der Bundespolizei. Daher war kein Untersuchungsrichter erforderlich. Die Bundespolizei hat uneingeschränkt kooperiert“, teilte die Brüsseler Staatsanwaltschaft dazu mit. Nach Angaben von Het Nieuwsblad soll sich die Aktion auf die Bereiche Finanzen und Informatik beschränkt haben. Genauere Informationen dazu liegen nicht vor.

Ende Januar leitete die Brüsseler Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts der Veruntreuung öffentlicher Gelder und von Interessenkonflikten im Zusammenhang mit „i-Police“, dem gescheiterten Digitalisierungsprojekt der Polizei ein.

„i-Police“ sollte die integrierte Polizei digitalisieren. Ende letzten Jahres beschloss Belgiens Innenminister Bernard Quintin (MR, frankophone Liberale), das Projekt zu stoppen, da nach jahrelanger Rechnungsstellung in Höhe von insgesamt fast 76 Mio. € „kein greifbares Ergebnis“ erzielt worden sei.

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