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Genehmigung fehlt: Rückführung von Touristen nach Belgien erst ab Samstag möglich

Belgien wird an diesem Freitag noch nicht mit der Rückführung belgischer Touristen aus der Golfregion beginnen. Grund dafür sind Probleme mit den Genehmigungen, die die Länder für die Nutzung ihres Luftraums erteilen müssen. Bald kommen auch Flugzeuge privater Airlines für das Ausfliegen von belgischen Landsleuten zum Einsatz.

Andreas Kockartz
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Normalerweise hätte ein großes Militärflugzeug die ersten belgischen Touristen im Oman abholen sollen. Da der Flug aber eine Zwischenlandung in Ägypten eingelegen sollte, muss die ganze Operation bis Samstag verschoben werden.

Grund dafür ist die Tatsache, dass Ägypten bisher die notwendigen Luftfahrtdokumente nicht ausstellen konnte. Diese sind aber für die Nutzung des dortigen Luftraums notwendig. Daher konnte das für den Einsatz vorgesehene belgische Militärflugzeug an diesem Freitag für diesen geplanten Flug nicht zum Einsatz kommen. Ein belgisches Militärtransportflugzeug hatte bereits am Donnerstag mit dem gleichen Problem zu kämpfen. Inzwischen liegen die notwendigen Papiere aber vor und am Samstag kann geflogen werden... 

Eine Maschine der luxemburgischen Airline LUX, die die notwendige Genehmigung von den ägyptischen Luftfahrtbehörden erhalten hatte, landete am Freitagmorgen im Oman. Möglicherweise können, wie schon am Mittwoch, rund 20 Belgier mit dieser Maschine nach Europa zurückkommen.

Die gesamte Operation, die ohnehin nicht ohne Risiko ist, muss aber aus belgischer Sicht verschoben werden. Betroffene hatten sich schon darüber beklagt, dass es so lange dauere, Touristen aus der Krisenregion im Nahen Osten auszufliegen.

Viele andere europäische Länder nutzen kommerzielle Fluggesellschaften zur Rückführung ihrer Staatsbürger.

Manchmal wird die Rückführung auch privat organisiert. So führt beispielsweise die in der flämischen Provinz Limburg ansässige Privatfluggesellschaft ASL Flüge für belgische Unternehmen durch, die ihre Mitarbeiter zurückholen möchten. Am Donnerstag repatriierte ASL bereits elf Personen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und für Freitag ist ein weiterer Flug geplant.

Auch haben einige Belgier ihre Rückreise selbst organisiert. An diesem Freitag kehrten mehrere Familien aus der vom Kriegs-Region mit einem Flug der Turkish Airlines über Istanbul zurück nach Zaventem.

Belgien erwägt jetzt doch den Einsatz von Zivilflugzeugen für die Rückführung gestrandeter Landsleute aus der Golfregion

Die belgische Regierung prüft derzeit die Möglichkeit, mit Zivilflugzeugen gestrandete Landsleute aus der Golfregion zurückzuholen. Frankreich und die Niederlande arbeiten unter anderem bereits seit einigen Tagen an diesem Vorgehen, während sich die belgische Aktion durch die Entscheidung, Militärflugzeuge einzusetzen, verzögert hat.

Konkret erwägt die Regierung, am kommenden Sonntag einen Charterflug einer zypriotischen Fluggesellschaft zwischen Dubai und Brüssel durchzuführen. Das Außenministerium teilt außerdem mit, dass die notwendigen Genehmigungen für das belgische Militärflugzeug vorliegen. Dieses Flugzeug soll voraussichtlich bereits am Samstag 185 Landsleute in der omanischen Hauptstadt Maskat abholen.

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