Die in Tasmanien gefundenen menschlichen Überreste wurden vorläufig als die der vermissten Belgierin Céline Cremer identifiziert, wie die Polizei des australischen Bundesstaates mitteilte. Letzten Monat hatte ein Freiwilliger in einem Gebiet an der Westküste der Insel, wo Cremer zuletzt 2023 gesehen wurde, menschliche Überreste gefunden.
In Tasmanien gefundene sterbliche Überreste vorläufig als die der vermissten Lütticherin Céline Cremer identifiziert
Die tasmanische Polizei bestätigte nun, dass die entdeckten Leichenteile „vorläufig“ als die der vermissten Frau aus Lüttich identifiziert wurden. Die Gutachten von Experten lieferten „überzeugende Beweise“ dafür, dass es sich „wahrscheinlich“ um die sterblichen Überreste der Belgierin handelt. Die Identifizierung muss noch von einem Rechtsmediziner bestätigt werden, die Suche in der Nähe des Arthur River wird jedoch eingestellt.
In den sozialen Medien schrieb Cremers Schwester Amelie Cremer, die Nachricht habe der Familie „unermessliche Erleichterung“ gebracht. „Nach fast drei Jahren des endlosen Wartens haben wir endlich Antworten“, schrieb sie auf Facebook: „Heute sind unsere Herzen gebrochen, aber gleichzeitig voller Frieden. Nach all der Zeit kann Céline endlich nach Hause kommen. Sie wird in Frieden ruhen können, umgeben von der Liebe, die sie nie verlassen hat.“
Rückblick
Ein Privatdetektiv hatte vor einiger Zeit das Handy der belgischen Touristin gefunden, die im Juni 2023 während einer Reise durch Tasmanien verschwand. Cremer war 31 Jahre alt, als sie zuletzt am 17. Juni 2023 im Dorf Waratah gesehen wurde, etwa 10 km von einem Wanderweg zu den Philosopher Falls entfernt, einem beliebten Ausflugsziel. Ihr Auto wurde auf dem Parkplatz am Ausgangspunkt des Wanderwegs am Rande des Naturschutzgebiets gefunden.
Nachdem die Polizei die offizielle Suche eingestellt hatte, beauftragte Cremers Familie einen Privatdetektiv, der mit einer Gruppe von Freiwilligen, darunter einige ihrer belgischen Freunde, das Gebiet absuchte, in dem sie verschwunden war. Dabei fand man im Dezember ihr Handy und ihre sterblichen Überreste wurden einen Monat später gefunden. Die Polizei vermutet, dass sie versucht haben könnte, über den Flusslauf zu der Straße zu gelangen, wo ihr Auto geparkt war, und dabei den Fußweg verlassen hat. Sie könnte dabei von der Strömung mitgerissen und flussabwärts hängengeblieben sein.

