Zum Hauptinhalt springen

Flanderns Ministerin für Brüssel wählt zehn Projekte zur Stärkung des Niederländischen in Brüssel aus

Die flämische Ministerin für Brüssel, Cieltje Van Achter (N-VA, Foto), hat zehn Projekte zur Stärkung des Niederländischen in der Region Brüssel-Hauptstadt ausgewählt. Die Initiativen sind Teil des sogenannten „Totalplans“ für niederländische Sprache und werden in verschiedenen Sektoren umgesetzt, darunter das Gesundheits- und und das Sozialwesen, Familienhilfe, Jugendarbeit, Beschäftigung und Unternehmertum. Die Ministerin gab die Auswahl diese Woche in Form einer Pressemitteilung bekannt.

Andreas Kockartz Belga
Veröffentlicht:

Schwerpunkte Gesundheit und Soziales

Die Projekte wurden im Rahmen eines Aufrufs mit dem Titel „Lernmöglichkeiten, Übungsmöglichkeiten und Möglichkeiten zur Anwendung des Niederländischen in unserer Hauptstadt“ ausgewählt, der im Rahmen des „Totalplan“ veröffentlicht wurde. Brüssels-Ministerin Van Achter berichtete von einer „enormen Resonanz“ auf den Aufruf.

Mehrere der ausgewählten Initiativen konzentrieren sich auf das Gesundheits- und das Sozialwesen. Dazu gehören Maßnahmen zur Verbesserung der Niederländisch-Kenntnisse des Notfallpersonals in den Brüsseler Krankenhäusern, Mentoring-Programme für aktuelle und zukünftige Fachkräfte im Brüsseler Gesundheitswesen durch das Haus der Gesundheit sowie die stärkere Integration des Niederländischen in den Haushalten durch die Familienhilfe „Familiehulp“. Gemeinsam zielen diese Projekte darauf ab, die Position des Niederländischen im Brüsseler Gesundheits- und Sozialwesen zu stärken.

Schwerpunkte Bildung und Jugend

Im Bereich Bildung und Jugend wurde das Projekt „Lesen ist eine Superkraft“ ausgewählt. Diese Initiative der Flämischen Gemeinschaftskommission vernetzt das niederländischsprachige Bibliotheksnetzwerk mit Schulen, Kindertagesstätten und Familienhilfsorganisationen, um das Lesen bei Kindern und Jugendlichen von 0 bis 18 Jahren zu fördern.

„Debateville“, das ein wöchentliches niederländischsprachiges Nachmittagsprogramm für Kinder ab der vierten Klasse der Grundschule anbietet, wird seine Aktivitäten mit flämischer Unterstützung auf die Brüsseler Gemeinde Anderlecht ausweiten. In der Gemeinde Jette wurde das Projekt „Jetse Taalprikkels“ („Jetse Sprachanreize“) ebenso wie das Kunst-Projekt „Kunstket“ (etwa „Kunstkind“ - im Brüsseler Dialekt ist ein „ket“ ein Kind) gefördert.

Schwerpunkte Sprache und Arbeitsmarkt

Beschäftigung und Unternehmertum spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Eine gemeinsame Initiative von Syntra Brussels und CVO Lethas wird ein praxisorientiertes Programm auf Basis der Niveaustufen B1 und B2 entwickeln, das auf angehende und etablierte Unternehmer in Brüssel zugeschnitten ist. Darüber hinaus bietet das Projekt „Taalboost“ gezielte Sprachförderung für Arbeitssuchende in der Hauptstadt.

„Unsere flämische Hauptstadt ist zweisprachig, und jeder, der hier lebt, aufwächst, studiert, arbeitet oder Pflege benötigt, sollte sich uneingeschränkt auf Niederländisch verständigen können. Niederländisch muss in allen Lebensbereichen in Brüssel präsent, zugänglich und funktional sein“, so Van Achter abschließend.

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5