Ein Jahr nach der Schließung der Audi-Fabrik in der Brüsseler Gemeinde Vorst ist die Hälfte der damals entlassenen Mitarbeiter wieder im Beruf oder hat eine Weiterbildung begonnen. Das betrifft auch Mitarbeiter der Audi-Zulieferbetriebe, die aufgrund der Werksschließung ebenfalls dicht machten. Dies teilten die regionalen Arbeitsbehörden mit.
Die Hälfte der früheren Audi- und Zulieferer-Mitarbeiter hat ein Jahr nach Schließung des Werks wieder einen Job
Das Audi-Werk in Brüssel-Vorst schloss Ende Februar 2025, also genau vor einem Jahr, endgültig seine Tore. Ein Jahr später scheint die Hälfte (49 %) der entlassenen Mitarbeiter wieder eine Anstellung gefunden zu haben, so Nora Ed-Daoui, Sprecherin der Brüsseler Arbeitsagentur Actiris.
Seit der Schließung wurden 3.181 ehemalige Mitarbeiter von Audi Brüssel und betroffenen Zulieferern von sogenannten Outplacement-Agenturen (Brüssel und Flandern) oder Umschulungseinrichtungen (Wallonien) unterstützt. Bislang haben 1.572 der Betroffenen, die eine solche Unterstützung erhalten haben, eine neue Stelle gefunden (1.203) oder eine Weiterbildung begonnen (369).
Viele der damals entlassenen Mitarbeiter fanden überwiegend Beschäftigung im Automobilsektor (z.B. in Prüfzentren, entsprechend dem deutschen TÜV oder in Kfz-Werkstätten), im Transport- und Logistiksektor sowie im Agrar- und Lebensmittelsektor. Die Mehrheit (66 %) hat unbefristete Arbeitsverträge. Von den Ex-Audianern, die wieder einen Beruf haben, sind 61 % unter 45 Jahre alt und 39 %45 Jahre oder älter.

