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Der PFAS-Prozess gegen 3M in Antwerpen wird im November fortgeführt

Der Prozess um die PFAS-Umweltverschmutzung rund um das 3M-Werk im Zwijndrecht in Ostflandern unweit von Antwerpen wird erst im Herbst fortgesetzt. Der zuständige Richter im Antwerpener Justizpalast (Foto) vertagte das Verfahren diese Woche auf den 24. November. Bis dahin sollen die rund 1.400 Kläger, zumeist Anwohner, die in der Nähe der Fabrik wohnen, in drei Kategorien eingeteilt werden, um dieses recht komplexe Verfahren überschaubar zu gestalten.

Andreas Kockartz
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Bereits am Ende des zweiten Verhandlungstags hatte der Richter angedeutet, dass eine Strukturierung der etwa 1.400 Kläger unumgänglich sei. Zwischen den Anwälten des US-Chemiekonzerns 3M Belgium und den Vertretern der Anwohner herrschte allerdings Uneinigkeit darüber, wie dies konkret aussehen sollte. Nach längerer Diskussion schlug der Richter eine Aufteilung der Kläger in drei Kategorien vor.

Unter die erste Kategorie fallen Personen, bei denen unklar ist, ob sie überhaupt klageberechtigt sind. Dazu zählen u.a. inzwischen verstorbene Anwohner, Minderjährige, die nicht korrekt vertreten werden, und auch juristische Personen.

Die zweite Kategorie umfasst Kläger, die 2021, als die PFAS-Belastung entdeckt wurde, bis zur Einreichung der Klage 2023 im Umkreis von 15 km um das 3M-Werk herum wohnten. Der Richter bat die Anwälte dieser Betroffenen darum, wenn möglich, die Blutwerte ihrer Klienten und die Daten zur Bodenbelastung auf ihren Grundstücken vorzulegen.

Alle übrigen Kläger, die nicht unter diese beiden Gruppen fallen, werden der dritten Kategorie zugeordnet. Die nächste Verhandlung ist für den 24. November um 14 Uhr angesetzt. Eine Entscheidung noch vor Jahresende gilt inzwischen als unwahrscheinlich.

Mediation? Einer der Anwälte der klagenden Anwohner brachte eine mögliche Mediation ins Spiel. Der Richter könnte demnach einen oder mehrere Vermittler einsetzen, um eine außergerichtliche Lösung auszuloten. Er empfahl der Gegenpartei, sprich den Anwälte von 3M, darüber auch einmal nachzudenken.

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