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Deutscher Logistikkonzern: Mosolf baut die Fahrzeuglogistik im Hafen von Ostende aus

Der deutsche Logistikkonzern Mosolf hat angekündigt, seine Fahrzeug-Transportaktivitäten im Hafen Ostende auszubauen. Mosolf lagert dort bereits seit Jahresbeginn Neuwagen des koreanischen Herstellers KGM. Das erste Schiff, das Fahrzeuge zu ihrem endgültigen Bestimmungsort transportieren wird, trifft nächste Woche in Ostende ein.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die Hafenbehörde von Ostende bezeichnet das Vorhaben von Mosolf als wichtigen Meilenstein für die Entwicklung des Hafens zu einem multimodalen Logistikzentrum für die Verschiffung und die Lagerung von Automobilen. Die Erweiterung der Mosolf-Aktivitäten stärke das europäische Netzwerk des deutschen Logistikunternehmens und unterstütze Ostendes Bestreben, hochwertige Industrie- und Logistikunternehmen anzuziehen, heißt es dazu. Die Mosolf Gruppe ist ein europaweit tätiger Systemdienstleister der Automobilindustrie mit Hauptsitz in Kirchheim unter Teck in Baden-Württemberg in Deutschland.

Jetzt schloss Mosolf mit den Hafenbehörden in Ostende einen Vertrag ab, um dort 4.000 Neuwagen auf Halde zu stellen. Insgesamt ist im Hafen Platz für die Abstellung von bis zu 10.000 Autos.

Mosolf ist bereits in den Häfen von Antwerpen und Zeebrügge aktiv. Die Hafenbehörde betont jedoch, dass die neuen Aktivitäten in Ostende nicht in direkter Konkurrenz zu anderen flämischen Häfen bzw. zum Fusionshafen „Port of Antwerp-Bruges“ stehen werden. Ostende konzentriert sich auf die Kurzstreckenseeschifffahrt und transportiert die Fahrzeuge mit kleineren Frachtern nach Skandinavien, in die baltischen Staaten und in die Mittelmeerländer. Der Transport der Fahrzeuge zum und vom Hafen erfolgt sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene.

Neue Jobs? 

Der Hafen von Ostende kann derzeit bis zu 3.000 Fahrzeuge umschlagen und prüft Möglichkeiten zur weiteren Kapazitätserweiterung. Früher wickelte Ostende Autotransporte für Toyota ab, doch diese Vereinbarung ist ausgelaufen. Die Ankunft von Mosolf wird voraussichtlich auch die lokale Beschäftigung ankurbeln. Es liegen jedoch noch keine konkreten Zahlen bezüglich der neu entstehenden Arbeitsplätzen vor, allerdings ist hier die Rede von 30 bis 60 kurzfristig zu schaffenden Arbeitsplätzen.

Ostende sucht auch 15 Jahre nach der Einstellung des Fährverkehrs nach England noch nach Möglichkeiten, den Standort wirtschaftlich auszubauen. Für die Verladung von Autos bietet der Hafen ideale Bedingungen: Große Haldeflächen und kurze engmaschige Verbindungen zwischen dem Schiffs-, dem Bahn- und dem Straßenverkehr. 

Hier ist Platz für viele Autos
Ein Autofrachter im Hafen von Ostende

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