Belgien will noch in diesem Jahr zusätzliche F-35-Kampfflugzeuge bestellen. Dies teilte Bundesverteidigungsminister Theo Francken (N-VA) in Zusammenhang mit der Münchner Sicherheitskonferenz mit. Die belgische Armee wird zudem zusätzliches Fahrzeugmaterial ankaufen.
Belgien will zusätzliche F-35 bestellen - möglichst noch in diesem Jahr
Belgien hat bereits 34 dieser US-Kampfflugzeuge bestellt. Mitte Oktober 2025 waren die ersten dieser neuen Maschinen, die nach und nach die F-16er ablösen sollen, auf dem Luftwaffenstützpunkt Florennes (Provinz Namür) angekommen. Einige der Flugzeuge befinden sich derzeit noch auf dem amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Luke im Bundesstaat Arizona, wo die Ausbildung der belgischen Kampfpiloten stattfindet.
Mitte letzten Jahres hatte die belgische Bundesregierung den Kauf von 11 weiteren F-35ern angekündigt. Verteidigungsminister Francken hofft jetzt, den entsprechenden Vertrag für diese Bestellung noch in diesem Jahr unterzeichnen zu können. In diesem Zusammenhang wiederholte der flämische Nationaldemokrat, dass die zusätzlichen Kampfflugzeuge „so europäisch wie möglich sein müssen“. Dafür gebe es einige Möglichkeiten.
Europäische Unternehmen mit einbeziehen
Francken hofft, dass die Maschinen in Italien gebaut werden können und zwar am Luftwaffenstützpunkt Cameri im Norden des Landes. Dort wird die Endmontage der F-35er für die italienische und die niederländischen Luftwaffe durchgeführt.
Inzwischen profitiert auch die belgische Luftfahrtindustrie von den neuen Kampfjets. Im Oktober 2025 unterzeichneten das flämische Unternehmen BMT Aerospace und das wallonische Unternehmen Safran Aero Boosters einen Vertrag mit dem US-Triebwerkshersteller Pratt & Whitney über die Produktion von Teilen für das F-35-Triebwerk.
Neues Fahrzeugmaterial für die belgische Armee
Die belgische Armee wird Tausende Militärfahrzeuge beschaffen, wie Verteidigungsminister Francken zudem bekannt gab. Dazu gehören LKW, Treibstoffsysteme plus die entsprechenden Tankfahrzeuge und Panzertransporter. Laut Francken sind diese Investitionen in Zeiten hoher geopolitischer Spannungen dringend notwendig.
Militärpersonal und Ausrüstung müssen schnellstmöglich auf dem Kontinent verlegt bzw. bewegt werden können und mit den Häfen Antwerpen und Zeebrugge nimmt Belgien dabei innerhalb der NATO eine Schlüsselrolle. Welche Unternehmen die neuen Fahrzeuge und technischen Ausrüstungen liefern wird, ist noch unklar.

