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Flanderns Rüstungsexporte steigen: Der Wert der Lizenzanträge steigt um 240 %

Im vergangenen Jahr stieg der Wert der Lizenzanträge für den Rüstungshandel in Flandern von 228,8 Mio. € auf 776,5 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg um 240 %. Laut dem flämischen Ministerpräsidenten Mattias Diependaele (N-VA) ist dieser Anstieg auf die Ende letzten Jahres angekündigten flexibleren Bestimmungen und Ausfuhrregelungen zurückzuführen.

Andreas Kockartz
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„Wir beobachten, dass sich immer mehr flämische Unternehmen dem Rüstungsmarkt zuwenden“, so der flämische Nationaldemokrat Diependaele: „Mit dem aktualisierten Rüstungshandelsdekret setzen wir auf flexiblere Lizenzvergabe. Wir erleichtern den Unternehmen den Markteintritt und gewährleisten gleichzeitig strenge Kontrollen, um sicherzustellen, dass unsere Technologie nicht in die falschen Hände gerät. Das geht Hand in Hand.“

Der starke Anstieg ist bemerkenswert. Die tatsächlichen Exporte unterscheiden sich natürlich vom Wert der Lizenzanträge, aber der Vergleich beider Werte vermittelt einen Eindruck vom Gesamtbild. Der starke Anstieg ist auf mehrere Großprojekte zurückzuführen. Darunter sind eine Exportlizenz nach Ecuador im Wert von 120 Mio. € und ein 80-Mio. €-Projekt für das belgische Verteidigungsministerium. Konkret handelt es sich dabei hauptsächlich um spezialisierte elektronische und mechanische Komponenten für Hersteller größerer Waffensysteme.

Die wichtigsten Abnehmerländer bleiben die USA, Deutschland und Großbritannien. Die Exporte in die Ukraine blieben im vergangenen Jahr stabil.

Mehr neue Unternehmen auf dem Verteidigungsmarkt

Immer mehr flämische Unternehmen wagen zudem den Einstieg in den Verteidigungsmarkt. Im Jahr 2024 erhielten neun Unternehmen erstmals eine Vorabgenehmigung, die es ihnen ermöglicht, Lizenzen für militärisch klassifizierte Produkte zu beantragen.

Die flämische Landesregierung hat zudem die Flämische Innovations- und Industriestrategie für Sicherheit und Verteidigung (VISD) ins Leben gerufen, ein Förderprogramm zur Stärkung und zum Ausbau der flämischen Verteidigungsindustrie. „Der Kern von VISD ist einfach“, erklärt Diependaele:  „Flandern verknüpft seine starke Forschungs- und Industriebasis mit dem aktuellen Kapazitätsbedarf auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene.“

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