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Drogenkriminalität in Brüssel: Die Staatsanwaltschaft richtet sich jetzt auch gegen Gelegenheitsnutzern von Drogen

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft will Drogenkonsumenten, die gelegentlich Drogen konsumieren oder auf der Straße kaufen, ab sofort mit Geldstrafen belegen. Bei Zahlungsverweigerung kann die Polizei deren Handy oder sogar deren Auto beschlagnahmen. Dies erfuhr VRT NWS aus zuverlässiger Quelle.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Es ist offensichtlich, dass in einigen Brüsseler Vierteln offener Drogenhandel stattfindet. Dieser geht oft mit Gewalt einher - allein in diesem Jahr gab es fast 100 Schießereien. Die Brüsseler Staatsanwaltschaft will dem ein Ende setzen. Wie? Indem sie nicht nur gegen Dealer, sondern auch gegen Gelegenheitskonsumenten vorgeht, da diese die Drogennachfrage aufrechterhalten, so die Erklärung dazu.

Was bedeutet das konkret? Wer erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe zwischen 75 und 500 € rechnen, abhängig von Menge und Art der Droge. Bei Zahlungsverweigerung kann die Polizei noch weiter gehen. Sie kann beispielsweise das Handy, mit dem die Drogen bestellt wurden, oder das Fahrzeug, mit dem sie abgeholt wurden, beschlagnahmen.

Die entsprechenden neuen Richtlinien wurden an alle sechs Brüsseler Polizeizonen, die Bahnpolizei und die Verkehrspolizei weitergeleitet.

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