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Inland
Justiz

Federica Mogherini und zwei weitere Personen wegen Betrugs bei Ausschreibungen formell angeklagt

Federica Mogherini (Foto), die Rektorin des Europakollegs, die am Dienstag im Zuge von Ermittlungen wegen Betrugs und Korruption bei der Ausschreibung von Ausbildungskursen für junge EU-Diplomaten festgenommen wurde, ist formell angeklagt worden. Die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) gab dies am Mittwoch bekannt. Die beiden weiteren Verdächtigen, die gestern festgenommen wurden, wurden nach ihrer Vernehmung ebenfalls unter Anklage gestellt.

Andreas Kockartz Belga
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Federica Mogherini, eine italienische Staatsbürgerin, ist seit 2020 Rektorin des Europakollegs und war von 2014 bis 2019 Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik sowie Vizepräsidentin der Europäischen Kommission. Bis 2014 war sie italienische Außenministerin.

Laut der frankophonen belgischen Wirtschaftszeitung L’Echo zählt Stefano Sannino, der von 2021 bis 2025 Generalsekretär des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) war, zu den weiteren Verdächtigen. Derzeit ist der Italiener Generaldirektor der Abteilung für den Nahen Osten, Nordafrika und den Golf bei der Europäischen Kommission.

Im Auftrag der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) durchsuchte die belgische Bundespolizei am Dienstag mehrere Gebäude des Europakollegs in Brügge. Außerdem durchsuchten sie die Räumlichkeiten des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) in Brüssel sowie die Wohnungen der Verdächtigen. Die Europäische Kommission bestätigte die Ermittlungen am Dienstag ohne weitere Kommentare.

Das Europakolleg in Brügge ist eine Hochschule für europäische Studien und ein wichtiges Ausbildungsinstitut für Diplomaten und Mitarbeiter der Europäischen Union. Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) unterstützt die Ermittlungen der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO). 

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