Zum Hauptinhalt springen

"Freiwilliges Dienstjahr von Jugendlichen kann die Verbindung der Armee mit der Gesellschaft stärken"

Belgiens Generalstabschef Frederik Vansina (Foto) erwartet vom sogenannten freiwilligen Dienstjahr für Jugendliche zwischen 18 und 25 Jahren eine wertvolle Erfahrung für Militärangehörige und junge Menschen. Es biete dem Verteidigungsministerium die Möglichkeit, die Verbindung zur Zivilgesellschaft wiederherzustellen, erklärte General Vansina im belgischen Bundesparlament. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

„Damit stehen wir in Europa nicht allein“, erläuterte der Generalstabschef vor den Angeordneten der Ersten Kammer im belgischen Bundesparlament: „In den skandinavischen Ländern ist dies bereits etabliert, aber auch die Niederlande und Deutschland verfolgen ähnliche Initiativen.“

Laut Vansina bietet das Dienstjahr von jungen Menschen der Armee die Möglichkeit, sich mit allen gesellschaftlichen Ebenen zu vernetzen und die Verbindung zur Zivilgesellschaft wiederherzustellen und einen Teil dessen zurückzugewinnen, was seit der Aussetzung (aber nicht der Abschaffung) der Wehrpflicht verloren gegangen sei.

Gemäß den Plänen der Regierung plant das Militär, seine Personalstärke zu erhöhen. Die Rekrutierung soll von 2.000 auf 2.800 Soldaten pro Jahr steigen. „Die Rekrutierung läuft gut“, sagte Vansina. Er sprach von vier Bewerbern pro freier Stelle bei der Truppe. Der General räumte jedoch ein, dass es sich dabei um eine quantitative Zahl handele. Die Suche nach den richtigen Leuten für bestimmte Positionen bleibe schwierig.

Der Personalzuwachs werde erst ab 2027 wirklich sichtbar werden. Schließlich stehe das belgische Militär noch immer vor einer beträchtlichen Anzahl von Pensionierungen. Daher werde die Personalstärke laut Generalstabschef in den Jahren 2025 und 2026 „weitgehend stagnieren“.

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5