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Briefliche Einladung für ein Freiwilligenjahr für Jugendliche bei der belgischen Armee verschickt

An diesem Mittwoch (12. November) und in den kommenden Tagen erhalten alle 17-Jährigen in Belgien einen Brief vom Verteidigungsministerium. Dieser Brief soll junge Menschen dazu anregen, sich freiwillig für ein Jahr Wehrdienst zu melden. Das Schreiben war bereits angekündigt und wird ab heute tatsächlich in den Briefkästen landen. 

Andreas Kockartz
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In diesem Schreiben des belgischen Verteidigungsministeriums heißt es, dass ein solches Jahr freiwilliger Wehrdienstviele Vorteile bietet: Ein attraktives Gehalt von rund 2.000 € netto pro Monat, die Möglichkeit, die Ausbildung bei der Armee fortzusetzen und sich zum Soldaten ausbilden zu lassen, sowie lebenslange Freundschaften zu knüpfen.

Es handelt sich im Wesentlichen um ein Werbeschreiben für junge Menschen, die im kommenden Jahr 18 werden, da man ein solches Jahr freiwilligen Wehrdienstes zwischen 18 und 25 Jahren leisten kann. Laut Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) wurden die Briefe an 130.000 junge Menschen verschickt. Es handele sich um ein gezieltes Schreiben per Post, das bewusst nicht auf digitale Wege in den sozialen Medien verbreitet wurde, so Francken.

Belgiens Armee muss personell aufgestockt werden

Das Verteidigungsministerium erwartet, dass sich dadurch bis zu 1.500 junge Leute bei der Armee bewerben. Die 500 Besten werden ausgewählt, um das Freiwilligenjahr bei der Truppe zu absolvieren. Die jungen Leute werden dringend benötigt, da das Verteidigungsministerium seine Mannschaftsstärke innerhalb von 10 Jahren auf rund 55.000 Soldaten aller Waffengattungen und Zivilangestellte verdoppeln will.

Die Reaktionen junger Menschen auf den Brief des Verteidigungsministeriums sind allerdings eher gemischt. Viele befürchten, im Falle eines Kriegseinsatzes auch kämpfen zu müssen. Aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage sprechen viele Jugendliche in den Schulen häufiger als zuvor über eine Karriere beim Militär bzw. über die Auswirkungen von Konflikten auf sie persönlich, wie eine VRT-Umfrage zu ersten Reaktionen in flämischen Schulen am Mittwoch ergab.

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