Die Universität Hasselt (UHasselt) präsentiert bis zum 27. November eine interaktive Ausstellung zum Einstein-Teleskop am Campus Diepenbeek. Organisiert wird die Ausstellung von „Einstein Telescope Flanders“, dem Interessenverband des Projekts, der versucht, diese hochtechnologische Anlage in die Region zu holen. Ziel der neuen Ausstellung ist, das öffentliche Bewusstsein für das Projekt zu schärfen. Flanderns Ministerpräsident Matthias Diependaele (N-VA, Foto) war bei der Eröffnung der Ausstellung zugegen.
„Einstein-Roadshow“ an der Uni Hasselt - Interaktive Ausstellung zum Einstein-Teleskop
„Es ist eine Gelegenheit, Menschen an Astronomie und Physik heranzuführen“, so Niels Bibert von der Universität Hasselt gegenüber VRT NWS. Das Einstein-Teleskop ist ein europäisches Projekt. Es handelt sich um einen unterirdischen Komplex zur Erforschung von Gravitationswellen. Ob das Einstein-Teleskop in Belgien gebaut wird, ist noch ungewiss, doch die flämischen Universitäten möchten das Teleskop der breiten Öffentlichkeit vorstellen. Daher tourt die interaktive Ausstellung durch alle flämischen Universitäten. Startschuss ist in Hasselt in der Provinz Limburg, wo das Projekt realisiert werden soll (genauer in den Voeren) im Dreiländereck der Euregio Maas-Rhein.
„Das Teleskop ist mehr als nur Wissenschaft“, sagt Hans Plets, Geschäftsführer von Einstein Telescope Flanders: „Es geht um Wissenschaft und Innovation. Die Ausstellung zeigt, wie wir gemeinsam die Wissenschaft von morgen gestalten. Das möchten wir mit der Öffentlichkeit teilen.“
Vorträge und Sternenbeobachtung
Die Ausstellung bietet Besuchern ein vielfältiges Programm. „Zum einen erhalten die Besucher Erklärungen zur Funktionsweise des Einstein-Teleskops. Wir bieten außerdem Workshops für alle Altersgruppen an. Darüber hinaus erläutern wir die Forschung an der Universität Hasselt, die bereits zum Teleskop beiträgt“, so Bibert.
Auch für weniger wissenschaftlich Interessierte gibt es viel zu entdecken. „Bei unserer nächtlichen Sternenbeobachtung können Sie vorbeikommen. Außerdem findet ein literarischer Abend statt.“ Der flämische Ministerpräsident Matthias Diependaele (N-VA) ist begeistert: „Das ist wahrlich die Wissenschaft von morgen. Wir hoffen sehr, das Teleskop nach Belgien zu holen, und ich hoffe auch, dass diese Ausstellung junge Menschen dazu inspiriert, sich mit dieser neuen Technologie auseinanderzusetzen.“
Die Ausstellung ist noch bis zum 27. November in Diepenbeek zu sehen. Anschließend wird sie an allen anderen flämischen Universitäten gezeigt. Info: UHasselt.be

