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Deutschland sieht Zusammenhang zwischen Drohnenvorfällen in unserem Land und Diskussion um eingefrorene russische Gelder

In den letzten Tagen wurden an verschiedenen Orten in Belgien weitere Drohnen gesichtet, insbesondere über zivilen Flughäfen und Militärstandorten sowie über dem Hafen von Antwerpen. Der Nationale Sicherheitsrat hat u.a. beschlossen, das Nationale Luftsicherheitszentrum (NASC) in Bevekom bis zum 1. Januar 2026 zu verstärken. Deutschland sieht einen Zusammenhang zwischen den Drohnenvorfällen und in Belgien eingefrorenen russischen Vermögenswerten, wie Verteidigungsminister Pistorius (Foto) sagte. Inzwischen bekunden u.a. die EU und Frankreich ihre unterstützende Solidarität mit Belgien in Sachen Drohnen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Deutschland sieht Zusammenhang zwischen Drohnenvorfällen in Belgien und Euroclear

Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD, Foto oben) vermutet einen Zusammenhang zwischen den jüngsten Drohnenvorfällen in Belgien und Diskussionen über die Verwendung eingefrorener russischer Gelder. Diese Gelder befinden sich im Besitz von Euroclear in Brüssel und könnten zur Finanzierung eines großen Kredits an die Ukraine verwendet werden. „Wir alle sehen diesen Zusammenhang“, sagt Pistorius: „Die Belgier auch. Das zielt darauf ab, Unsicherheit zu schüren und Angst in Belgien zu verbreiten. Das kann man nicht anders interpretieren.“

EU bekundet Solidarität mit Belgien nach Drohnenvorfällen

Nach den Drohnenvorfällen der letzten Tage hat EU- Verteidigungs-Kommissar Andrius Kubulius in einem Telefongespräch mit Verteidigungsminister Theo Francken seine Solidarität mit Belgien bekundet. „Ich habe angesichts der anhaltenden hybriden Drohnenangriffe die uneingeschränkte Solidarität der Europäischen Union mit Belgien zum Ausdruck gebracht. Wir sind bereit, auf jede erdenkliche Weise Hilfe zu leisten“, erklärte Kubilius auf X.

Kubilius und Francken tauschten sich auch über die Verwendung europäischer Kredite für Investitionen in die Verteidigung aus. Die Kommission möchte Belgien über das SAFE-Programm günstige Kredite in Höhe von 8,3 Mia. € anbieten.

Für die Kommission ist klar, dass die Vorfälle mit Drohnen in Belgien und anderen Mitgliedstaaten Beispiele für „hybride Kriegsführung” sind, erklärte ein Sprecher während der täglichen Pressekonferenz in Brüssel am Freitag. Er wies darauf hin, dass die Kommission erst letzten Monat in ihrem Plan zum Aufbau einer europäischen Verteidigung den Schutz vor Drohnen zu einer Priorität gemacht habe.

Inzwischen hat auch Frankreich angekündigt, Belgien bei der Abwehr von Drohnen zu unterstützen. 

Drohnenabwehrplan vom Ministerrat vollständig genehmigt

Der Ministerrat der belgischen Bundesregierung hat den Drohenabwehrplan von Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) genehmigt. Am Freitagnachmittag hatte der Ministerrat bereits eine Grundsatzvereinbarung über den Drohnenabwehrplan erzielt. Eine endgültige Zustimmung stand jedoch noch aus, da noch „eine Reihe von Optionen” geprüft werden mussten.

Aus einer Mitteilung von Francken geht hervor, dass diese Genehmigung nun vorliegt: „Counterdrone-Plan soeben vom Ministerrat genehmigt”. Der Plan sieht den Kauf von Detektionsgeräten und Systemen zum Abschuss von Drohnen vor: „Die Sicherheit unserer Flughäfen und Militärgebiete hat absolute Priorität.”

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