Belgien verpasst eine europäische Unterstützung für die Eröffnung eines Innovationszentrums für künstliche Intelligenz, eine KI-Gigafactory, die in Zellik in Flämisch-Brabant angesiedelt werden sollte. Die Europäische Union hat jetzt die Liste der letztendlich ausgewählten Standorte veröffentlicht und das von Belgien vorgeschlagene Projekt ist nicht dabei.
Belgien erhält keine EU-Unterstützung für ein KI-Innovationszentrum in Zellik
Die Europäische Union will in den kommenden Jahren nicht weniger als 19 Gigafabriken für Künstliche Intelligenz (KI) bauen. Es handelt sich dabei um Infrastrukturen, die enorme Datenmengen verarbeiten und komplexe Algorithmen entwickeln können. Damit will Europa seine strategische Autonomie stärken, insbesondere gegenüber den USA und China. Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der EU erhalten Zugang zur Rechenleistung von KI.
Die für Digitalisierung zuständige belgische Bundesministerin Vanessa Matz (Les Engagés) hatte den belgischen Antrag im Rahmen einer europäischen Ausschreibung eingereicht. In Zusammenarbeit mit den Regionen Flandern, Wallonien und Brüssel-Hauptstadt zielte sie auf einen KI-Standort in Zellik in Flämisch-Brabant und einen in Charleroi in der wallonischen Provinz Hennegau. Das Projekt wurde mit 80 Mio. € veranschlagt, von denen die Hälfte aus europäischen Mitteln finanziert werden soll.
Letztendlich wurden Projekte in der Tschechischen Republik, Litauen, den Niederlanden, Polen, Rumänien und Spanien ausgewählt. Diese kommen zu den 13 KI-Standorten hinzu, die in der Europäischen Union bereits eingerichtet sind, jedoch noch nicht in Belgien. Ministerin Matz hat auch einen Antrag für eine „KI-Antenne“ gestellt, falls der Antrag für die KI-Gigafactory nicht angenommen wird. Die europäische Hilfe beläuft sich hierbei auf höchstens 5 Mio.€. Dank der KI-Antenne hätte Belgien Zugang zu den Ressourcen der Rechenzentren anderer EU-Mitgliedstaaten. Zu dieser Bewerbung liegen noch keine Informationen vor.

