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Fahrgastverband ZugTramBus hält die neuen Tarifformeln der belgischen Bahn für zu kompliziert

Die neuen Tarife und Tarifformeln der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB, die am 15. Oktober in Kraft treten, sind „um einiges komplizierter als gedacht“, sagte Peter Meukens vom Fahrgastverband ZugTramBus (TTB) gegenüber VRT NWS. Er verweist dabei auf die Preisunterschiede zwischen den Nebenverkehrszeiten und den Stoßzeiten und auf die Möglichkeiten, Fahrkarten mit Preisnachlässen und Rabatten zu wählen. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Ab dem 15. Oktober greift bei der belgischen Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB das neue Fahrkarten- und Tarifsystem für Einzelfahrscheine. Die Pässe mit mehreren Fahrten (RailPass, GoPass) fallen weg. Unterschiedliche Zielgruppen können von günstigeren Tarifen profitieren und Reisen in den Nebenverkehrszeiten und an Wochenenden werden billiger.

Die Bahn nennt ihr neues Tarifsystem „logischer, deutlicher und einfacher“, doch der Fahrgastverband TTB ist damit nicht einverstanden. „Es ist komplizierter als angekündigt und demnach nicht so einfach für die Fahrgäste“, sagte TTB-Sprecher Peter Meukens dazu. Die Preisunterschiede für Fahrkarten zu den Haupt- und den Nebenverkehrszeiten seien zu kompliziert und die Kombination von gleich zweimal 40 % Rabatt mache am Ende nicht 80 % aus, sondern nur 64 %... 

ZugTramBus befürchtet, dass die Tarifunterschiede zwischen den verschiedenen Tageszeiten zu Diskussionen führen werden. Dazu führt TTB ein Beispiel an: Ein Reisezug kann um eine gewisse Uhrzeit in Brüssel-Zentral noch in den Bereich Hauptverkehrs- bzw. Stoßzeit fallen, während er einige Minuten später in Brüssel Süd/Midi schon in die Nebenverkehrszeit fällt…

Peter Meukens von TTB hält es eigentlich heute für unnötig, solche Unterschiede einzuführen: „Die Zahl der Bahnfahrgäste ist in den Nebenverkehrszeiten bereits gestiegen und die Stoßzeiten sind noch nicht auf den Wert von vor Corona zurückgestiegen.“ Das liegt wohl u.a. daran, dass heute viele Arbeitnehmer oft auch im Homeoffice arbeiten…

Der Fahrgastverband kann allerdings den Vorteils- bzw. Reduktionskarten etwas abgewinnen: „Wenn man regelmäßig mit dem Zug fährt, hat man Vorteile. Aber man muss gut schauen. Es würde dabei helfen, wenn die Fahrkartenautomaten die Reisenden von selbst zu den für die günstigsten Tickets führt.“  

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