In Mol (Provinz Antwerpen) haben sich am Montagabend 1.000 Menschen versammelt, um des erstochenen 18-Jährigen zu gedenken. Ursprünglich als Kundgebung von Vlaams Belang für mehr Sicherheit gedacht, verwandelte sich die Aktion bald in ein stilles Gedenken vieler Trauernder, die Blumen am Tatort niederlegten.
1.000 Menschen versammeln sich bei Mahnwache für erstochenen 18-Jährigen in Mol
Die Initiative zum Zusammenkommen war von der rechtsextremen Oppositionspartei Vlaams Belang ausgegangen. Die Partei nutzte den Vorfall, um mehr Sicherheit in der Gemeinde zu fordern. Doch viele Freunde und Familienangehörige des Opfers wollten ebenfalls eine Gedenkfeier organisieren und waren nicht einverstanden mit der politischen Vereinnahmung.
Sehr viele Jugendliche legten Blumen nieder und zündeten Kerzen am Ort der Messerstecherei an.
Minderjährige Verdächtige
Inzwischen sind drei minderjährige Verdächtige der Messerstecherei in einer geschlossenen Jugendanstalt untergebracht. Es handelt sich um Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren. Am Sonntag wurde zudem ein volljähriger Verdächtiger festgenommen. Er wurde später unter Auflagen wieder freigelassen.
Die Ermittlungen laufen noch. Vermutlich war der Auslöser der Messerstecherei ein Streit über eine E-Zigarette.

