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Inland
Justiz

Hohe Haftstrafen für „Bolle Jos“ und 16 weitere Angeklagte für den Import von 3,4 Tonnen Kokain

Der bekannte niederländische Drogenkriminelle Jos Leijdekkers (Foto), alias „Bolle Jos“, wurde zusammen mit 16 anderen Angeklagten wegen der Einfuhr von nicht weniger als 3,4 Tonnen Kokain über den Waasland-Hafen in Antwerpen verurteilt. Sie alle erhielten verschiedene und strenge Strafen. „Bolle Jos“ wurde in Abwesenheit zu 8 Jahren Haft und einer Geldstrafe von 24.000 € verurteilt. Er ist noch immer flüchtig und wurde zuletzt in Sierra Leone gesehen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

In der Nacht des 26. Juni 2020 wurde die Polizei alarmiert, weil sich mehrere dubiose Personen im Hafen an einem Container zu schaffen machten. In diesem Container konnte die Polizei 3,4 Tonnen Kokain sicher stellen. 5 Personen wurden noch vor Ort festgenommen.

Noch mehr Beteiligte an dieser Sache fand die Polizei anhand von Mobilfunkdaten und Kamerabildern. So wurden beispielsweise einige Fahrer von Containerliften aufgespürt. Darüber hinaus wurden mehrere Lkw-Fahrer und anderes Hafenpersonal festgenommen. Später stellte sich heraus, dass auch der bekannte und international gesuchte niederländische Drogenkriminelle „Bolle Jos“ an dem Schmuggel beteiligt war.

Unterschiedliche Strafen

„Bolle Jos“ bekam die härteste Strafe. Das Gericht von Dendermonde in Ostflandern (der Waasland-Hafen liegt auf dem Gebiet dieser Provinz) verurteilte ihn in Abwesenheit zu 8 Jahren Haft und zu einer Geldstrafe von 24.000 €. Der Verurteilte soll eine Beziehung mit der Tochter des Präsidenten von Sierra Leone in  Westafrikanischen haben. „Bolle Jos“ steht auch auf der Fahndungsliste der meistgesuchten Verbrecher in der EU.

Von den 15 weiteren Angeklagten, die sich vor Gericht in Dendermonde für ihre Beteiligung an dem Kokainschmuggel verantworten mussten, wurde eine Person freigesprochen. Die übrigen Strafen wurden auf der Grundlage des jeweiligen Anteils der Beschuldigten, die an dem Drogenimport beteiligt waren, ausgesprochen. Sie wurden zu Geldstrafen zwischen 8.000 und 24.000 € und zu Gefängnisstrafen zwischen 1 und 5 Jahren Haft verurteilt, die teilweise auf Bewährung ausgesprochen sind.

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