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Die Wallonische Region investiert 200 Mio. € in das Einstein-Teleskop

Der wallonische Ministerpräsident Adrien Dolimont (MR) kündigte vor einigen Tagen an, dass die Wallonie ab 2028 bis zu 200 Mio. € in das Einstein-Teleskop investieren wird. Dolimont erinnerte aber auch daran, dass dieses Geld nur dann fließen werden, wenn der von Belgien, den belgischen Bundesländern Flandern und Wallonien, den Niederlanden (Provinz Südlimburg) und Nordrhein-Westfalen gemeinsam eingereichte Projektantrag wird ausgewählt. Damit untersteicht Dolimont vorherige Ankündigungen (siehe weiter unten).

Andreas Kockartz
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Das in den Voeren in der flämischen Provinz Limburg geplante unterirdische Observatorium für Gravitationswellen gilt derzeit als eines der ambitioniertesten Wissenschaftsprojekte Europas. Mit der Zusage, hierzu Mittel freizumachen, unternimmt die Wallonie nach eigenen Angaben „einen entscheidenden Schritt zur Verwirklichung des Projekts“ und will zugleich „ihre Position als Standort für wissenschaftliche Innovation stärken und konkrete Impulse für die regionale Wirtschaft schaffen“.

Die Provinzen und Länder innerhalb der Euregio Maas-Rhein (Limburg/Flandern, NRW/Deutschland, Südlimburg/Niederlande, Lüttich/Wallonie und die Deutschsprachige Gemeinschaft in Ostbelgien) ziehen gemeinsam an diesem Projekt.

Parallel zu dieser „Anschubfinanzierung“ sollen auch die Auswirkungen der Bauarbeiten im euregionalen Umfeld untersucht werden. So sollen die Gesamtkosten einschließlich notwendiger Infrastrukturmaßnahmen und die sozioökonomischen Effekte für die lokale Bevölkerung und die Unternehmen (nicht nur in der Wallonie, sondern im gesamten Dreiländereck zwischen Belgien, den Niederlanden und Deutschland ermittelt werden.

„Mit dem Einstein-Teleskop investieren wir in die Wissenschaft der Zukunft und eröffnen unseren Wissenschaftlern, Unternehmen und Bürgern neue Entwicklungsperspektiven“, so Ministerpräsident Dolimont. Der wallonische Wirtschaftsminister Pierre-Yves Jeholet (MR) sagte dazu, dass diese finanzielle Unterstützung Teil einer langfristigen Strategie sei, „die Wallonie zu einem wissenschaftlichen Spitzenstandort und zu einem unverzichtbaren Mitspieler der internationalen Forschung zu machen.“

Der wallonische MP Adrien Dolimont

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