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Inland
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Belgiens Innenminister: „Gemischte Patrouillen von Soldaten und Polizisten in Brüssel noch in diesem Jahr“

Innenminister Bernard Quintin (MR) hat in der VRT-Magazinsendung „Terzake“ („Zur Sache“) bekräftigt, dass die politische Entscheidung, in Brüssel Militär im Kampf gegen die Drogenkriminalität einzusetzen, im Kabinett der Bundesregierung gefallen  sei: „Wir arbeiten derzeit am rechtlichen Rahmen und ich hoffe, dass dieser noch in diesem Monat geschaffen wird. Unser Ziel ist, noch vor Jahresende Soldaten auf die Straße zu schicken.“

Andreas Kockartz
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In einer ersten Phase soll das Militär zu den „Hotspots der Drogenkriminalität“ in den Brüsseler Gemeinden Sint-Jans-Molenbeek, Anderlecht und Sint-Gillis in entsandt werden. Quintin betont außerdem, dass der Einsatz von Soldaten in diesem Zusammenhang eine vorübergehende Maßnahme sein werde.

Der Bürgermeister der Gemeinde Brüssel-Stadt, Philippe Close (PS), ist gegen Einsätze von Militär neben der Polizei. Er empfiehlt aber, Soldaten im Hafen von Antwerpen, rund um das Gefängnis von Haren (Brüssel) und an bestimmten neuralgischen Orten wie Botschaften einzusetzen, wie er am Montagabend im Brüsseler Stadtrat sagte. Generell stößt der Vorstoß des Innenministers in der Brüsseler Hauptstadt-Region nicht unbedingt auf Begeisterung.

Auch bei der Armee gibt es nicht unbedingt Zustimmung. Soldaten, die in den sogenannten Problemvierteln gemeinsam mit Polizisten patrouillieren sollen, würden mit Sicherheit von den Drogenbanden „getestet“, sagte General A.D. Marc Thys am Montagabend bei „Terzake“: „Das ist ein Signal, aber das kann sehr schlecht ausgehen. Ich bin fast sicher, dass das Militär von den Drogenkriminellen auf die Probe gestellt wird. Ich befürchte, dass es zu einer schweren Schießerei kommen könnte, bei der es zivile Opfer geben kann. Das bereitet mir Sorgen und ist nicht beruhigend.“ 

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