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ChatGPT bei der Zulassungsprüfung für Medizinstudenten?  Die Justiz befasst sich mit diesem Fall

Mindestens 28 Studierende haben vor dem Zivilgericht in Brüssel ein Verfahren angestrengt, um möglichen Betrug mit KI (Künstliche Intelligenz) bzw. GhatGPT bei der Aufnahmeprüfung zum Medizinstudium untersuchen zu lassen. Der Anwalt der Kläger, Christophe Vangeel, bestätigt dies. Die klagenden Studierenden bekamen keinen Studienplatz und vermuten, dass diese begehrten Plätze von „Betrügern“ eingenommen wurden. 

Andreas Kockartz
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Letzte Woche wurde bekannt, dass mehrere Studenten einen Anwalt engagiert haben, weil sie vermuten, dass KI bzw. ChatGPT bei der Aufnahmeprüfung zum Medizinstudium in Flandern Anfang Juli in großem Umfang genutzt wurde. Die Erfolgsquote war in diesem Jahr außergewöhnlich hoch, was Zweifel aufkommen ließ.

Flanderns Bildungsminister Zuhal Demir (N-VA) nahm sich dieser Angelegenheit ebenfalls an und leitete auch eine Untersuchung wegen möglichen Betrugs ein. „Ich würde denen, die erwägen, eine teure Klage einzureichen, raten, noch etwas zu warten“, so Demir letzte Woche. „Eines ist ganz klar: Die Betrüger werden damit nicht durchkommen“, fügte sie am Montag hinzu.

Doch 28 Studenten wollen diese Untersuchung nicht abwarten und ziehen in Brüssel vor Gericht. Auf diese Weise hoffen sie, doch noch die Möglichkeit zu haben, ein Studium in Medizin, Veterinärmedizin oder Zahnmedizin beginnen zu können, weil vermutlich Studienplätze von Betrügern besetzt sind und sie dadurch aus dem Boot gefallen sind.

„Es wurde sogar festgestellt, dass jemand die Prüfung abgelegt hat, ohne vor Ort anwesend zu sein“, sagt Anwalt Christophe Vangeel: „Externe Personen hatten also Zugang zur Prüfung, vielleicht um ihre eigene Prüfung abzulegen oder die van anderen oder um Fragen und Punkte anzupassen.“

Um all das aufzudecken, hält es der Anwalt für notwendig, Ermittlungen anzustellen. Dies sei dringend: “Es muss sehr schnell gehen. Das akademische Jahr beginnt in zwei Wochen. Die Schüler müssen ihre Bücher kaufen und ihr Zimmer mieten und einrichten... Wenn wir die Regierung fragen, gegen wen oder was sie ermittelt und wann Ergebnisse vorliegen, bekommen wir keine Antwort. ”

"Kein massiver Betrug bei der Aufnahmeprüfung. Keine neue Prüfung erforderlich"

Bildungsminister Zuhal Demir (N-VA) kommt auf Grundlage des Berichts des Prüfungsausschusses zu dem Schluss, dass bei der Aufnahmeprüfung für Medizinstudierende „kein massiver Betrug“ begangen wurde. Es ist daher nicht notwendig, dass eine neue Aufnahmeprüfung organisiert wird. 20 bis 30 Teilnehmer sollen Betrug begangen haben, wie VRT NWS in Erfahrung bringen konnte. „Die Betrüger sind bekannt und andere werden zugelassen“, sagte Demir noch dazu. 

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