Zum Hauptinhalt springen

In Flandern herrscht Niederschlagsmangel - Es muss bald regnen

Aufgrund der anhaltenden Dürre herrscht in Flandern derzeit ein Niederschlagsmangel von durchschnittlich 250 Litern Wasser pro Quadratmeter. Das bedeutet, dass es in den nächsten drei Monaten doppelt so viel regnen müsste als im Durchschnitt, um das Defizit auszugleichen. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Aufgrund der Dürre ist der Wasserstand in vielen flämischen Kanälen und Flüssen zu niedrig, sagt der Hydrologe Patrick Willems (KU Leuven): „Die größten Risiken können vermieden werden, wenn es nächste Woche anfängt zu regnen.“

Zu diesen Risiken zählen der Albertkanal und der Gent-Terneuzen-Kanal. „Die Wasserversorgung aus der Maas und dem Schelde- und Leiebecken geht zurück, aber wenn es nächste Woche regnet, sollte das gerade noch ausreichen, um größere Probleme zu vermeiden“, so der Hydrologe von der Katholischen Universität Löwen.

Diese Kanäle sind wichtig für die Binnenschifffahrt und für die Industrie, die dort Wasser verbraucht. Und Wasser aus dem Albertkanal steht für 40 % des in Flandern zu verbrauchenden Trinkwassers. Vor einiger Zeit wurden auf dem Gent-Terneuzen-Kanal bereits Beschränkungen der Transportmengen für den Güterverkehr auf den größeren Schiffen eingeführt worden, da sonst deren Tiefgang zu groß sein könnte.  

Hitzewelle und Probleme für die Bäume

In den Monaten Mai, Juni und Juli gab es hierzulande rund ein Drittel weniger Niederschlag als üblich. Diese Monate folgten auf eine historische Trockenzeit im März und April. Letzte Woche gab es zudem eine weitere Hitzewelle, die den Niederschlagsmangel zusätzlich verschärfte.

Die Natur hat es aufgrund der Dürre auch sehr schwer. Schon jetzt beginnen Bäume aufgrund der Trockenheit ihre Blätter zu verlieren.

Die Bäume haben es schon schwer durch den ausbleibenden Regen

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5