Autofahrer, die in Brüssel über den Schumanplatz fahren müssen, können ab dem 28. August dem neuen Verkehrsplan für diesen neuralgischen Punkt folgen. Dies teilt Beliris mit, der regionale Brüsseler Bauherr für dieses Projekt. Auch wenn die Umgestaltung des Schumanplatzes zu einem verkehrsberuhigten Ort noch nicht abgeschlossen ist, entspricht der neue Verkehrsplan in etwa dem, was danach geplant ist, so die Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ.
Der neue Verkehrsplan am Schumanplatz in Brüssel tritt ab dem 28. August in Kraft
Konkret wird die Verbindung zwischen den Ortsteilen nördlich und südlich des Schumanplatzes nur noch über die Blijde Inkomstlaan möglich sein, die zu einer Zweirichtungs-Fahrradstraße umgebaut wurde. Wer aus Richtung Kortenbergstraat und der E40 zum Schumanplatz fährt, wird über die Archimedes- und die Weststraat geleitet. Die Oudergemlaan und die Froissartstraat, die ebenfalls dort auskommen, werden zu Sackgassen.
Schlussendliches Ziel der Umbauarbeiten ist, den Schumanplatz zu einer verkehrsberuhigten Zone bzw. zu einem Treffpunkt für die Anwohner und die im Europaviertel beschäftigten Menschen zu machen. Der Entwurf sieht Grünzonen, aktive Mobilitätsangebote und Bauwerke vor, die alle Blicke in Richtung Mittelpunkt des Platzes schicken sollen.
Und die Finanzierung?
Durch die Tatsache, dass die Region Brüssel-Hauptstadt über ein Jahr nach den Wahlen noch immer keine reguläre handlungsfähige Regierung hat, bleibt die Finanzierung der Umgestaltung des Schumanplatzes weiter eine Hängepartie. Im Juni baten die geschäftsführende Regionalregierung und die Europäische Kommission noch um Mittel zur Finanzierung der Pläne. Deren Gebäude grenzen an den Schumanplatz.
Die Stadt Brüssel richtete gleichzeitig einen „Bittbrief“ an das EU-Parlament, den Europarat, den EU-Ausschuss der Regionen und an die EU-Auslandskommissarin Kaja Kallas, um dort ebenfalls um Finanzhilfen zu bitten. Zu diesem Zeitpunkt drängte die Zeit um den Auftrag zur letzten Phase der Arbeiten in Gang zu bringen. Ohne zusätzliche Mittel drohten dem Projekt erhebliche Mehrkosten.
Die Europäische Union trägt mit einem Kredit über 17,4 Mio. € zu diesem Projekt bei. Die Arbeiten sollen im Laufe des kommenden Jahres abgeschlossen werden.

