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Ypern gedachte der Opfer der Atombomben von Hiroshima und Nagasaki

In Ypern in Westflandern ist am Mittwoch der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor genau 80 Jahren gedacht worden. Während der Zeremonie wurde die Flagge der „Mayors for Peace“ als Symbol für Frieden und Solidarität gehisst. 

Andreas Kockartz
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Als Friedensstadt spielt Ypern eine wichtige Rolle bei der Erinnerung an die Atombombenabwürfe. Die Stadt ist seit 1998 Mitglied des internationalen Netzwerks „Mayors for Peace“. Das ist ein Netzwerk aus über 8.400 Städten aus 166 Ländern und Regionen, die sich gemeinsam für Frieden und Abrüstung einsetzen und vor allem für ein Verbot von Atomwaffen fordern.

Die Stadt Ypern ist aktuell stellvertretende Vorsitzende des Netzwerks und nimmt an der alle vier Jahre stattfindenden Generalversammlung von „Mayors for Peace“ in Nagasaki teil. Ypern war während des Ersten Weltkriegs eine schwer geprüfte Stadt. Sie wurde im Zuge der drei sogenannten „Schlachten von Ypern“ fast völlig zerstört. Zahllose Einwohner kamen dabei ums Leben und hunderttausende Soldaten fanden bei diesen sinnlosen Schlachten ohne nennenswerte militärische Erfolge den Tod.  

„Auch Ypern war von der Landkarte verschwunden und musste komplett wieder aufgebaut werden“, sagte Wouter Sinnaeve, wissenschaftlicher Mitarbeiter des In Flanders Fields Museum, der die Gedenkfeier leitete, bei der Zeremonie: „Wir teilen also dieselbe Kriegserfahrung. Diese Erfahrung lebt hier in Ypern immer noch weiter. Deshalb können wir uns mit dem identifizieren, was in Hiroshima und Nagasaki geschehen ist. Wir haben zueinander gefunden, indem wir die Erinnerung durch Weitererzählen aufrechterhalten.“

Die Ruinen von Ypern 1918
Im "In Flanders Fields"-Museum in Ypern kann man sich über die Geschichte des Ersten Weltkriegs informieren

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