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Inland
Justiz

Ermittlungen gegen den früheren EU-Kommissar Reynders: Durchsuchung bei Antiquitätenhändler und Ex-Bahnmanager

Im Rahmen der Geldwäsche-Ermittlungen gegen den ehemaligen belgischen Bundesminister und früheren EU-Justizkommissar Didier Reynders (MR, Foto hinten) hat die Bundespolizei im Juni Durchsuchungen in der Wohnung und im Geschäft eines bekannten Brüsseler Antiquitätenhändlers durchgeführt. Auch die Wohnung des früheren Bahnmanagers Jean-Claude Fontinoy (Foto vorne) wurde durchsucht. 

Andreas Kockartz
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Die Brüsseler Staatsanwaltschaft hat entsprechende Medienberichte bestätigt, will sich aber aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht weiter dazu äußern. Die Durchsuchungen gehen auf den letzten Monat zurück. Im Juni durchsuchte die Polizei sowohl die Wohnung als auch das Geschäft des Antiquitätenhändlers O. T. in Brüssel.

T. ist in der Welt der Antiquitäten gut bekannt. Er betreibt seit vielen Jahren eine Galerie an der Brüsseler Zavel, wo die Durchsuchung stattfand. Das Geschäft ist auf französische Möbel und Kunstwerke aus dem 17. und 18. Jahrhundert spezialisiert. Darüber hinaus ist der Mann Direktor einer der wichtigsten Kunstmessen unseres Landes. T. gehört offenbar zum engeren Kreis um Didier Reynders. 

Hausdurchsuchung bei Fontinoy

Doch damit nicht genug: Wie mehrere Medien berichten, haben die Ermittler Anfang Juni auch das Haus von Jean-Claude Fontinoy durchsucht. Er ist ein ehemaliger Vorsitzender des Verwaltungsrats der belgischen Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB und war viele Jahre die rechte Hand von Reynders.

Fontinoy soll häufig Kunde im Antiquitätengeschäft von O. T. gewesen sein. Er soll lange Zeit fast täglich Kunst und Antiquitäten gekauft hat, wie die Medien schreiben.

Geldwäsche-Ermittlung Didier Reynders

Die Durchsuchungen sind Teil der laufenden gerichtlichen Untersuchung gegen Didier Reynders (MR). Er wird verdächtigt, 1 Mio. € gewaschen zu haben, unter anderem durch den massenhaften Kauf von Lotterielose in einer Tankstelle in der Nähe seiner Wohnung. Reynders streitet alles ab.

Inwiefern der Antiquitätenhändler und der ehemalige Bahnmanager in die Geldwäsche-Ermittlungen gegen Reynders verwickelt sind, ist unklar. Die beiden Personen stehen im Fall Reynders nicht unter Verdacht und ob belastendes Material gefunden wurde, bzw. ob sie polizeilich verhört wurden, teilt die Staatsanwaltschaft nicht mit. 

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