Zum Hauptinhalt springen
Inland
Justiz

Ermittlungen gegen Didier Reynders - Nationalbank untersucht die Verwaltung des Bankkontos durch ING

Die Nationalbank hat eine Untersuchung gegen ING Belgium eingeleitet, um die Verwaltung des Girokontos des ehemaligen EU-Kommissars und Ministers Didier Reynders (frankophone Liberale, MR) zu prüfen. Das berichtete die Zeitung Le Soir am Donnerstag. Die Bank soll seit 2018 von regelmäßigen Bareinzahlungen des der Geldwäsche verdächtigten Politikers gewusst haben.

Jens Van Reet Belga
Veröffentlicht:

Laut Le Soir habe ING seit 2018 mehrmals Kontakt mit Reynders über die regelmäßigen Einzahlungen großer Bargeldsummen aufgenommen. Er habe dies Mitte 2018 eingestellt und damit begonnen, große Summen für Lotterielose auszugeben.

Eine Stellungnahme gegenüber der Stelle für die Bearbeitung von Finanzinformationen (CFI) habe die Bank erst im Jahr 2023 abgegeben. Seit März 2022 laufen jedoch Ermittlungen wegen Geldwäsche gegen Reynders, nachdem die Nationalloterie Alarm geschlagen hatte. Aufgrund dieser verspäteten Meldung der Bank habe die Nationalbank beschlossen, die Haltung von ING zu untersuchen, berichtet Le Soir.

Sowohl die Nationalbank als auch ING lehnten eine Stellungnahme gegenüber Le Soir ab. Reynders selbst beteuert seit Dezember seine Unschuld.

Der Presseagentur Belga teilte ING mit, dass die Bank gesetzlich nicht befugt sei, einzelne Akten zu kommentieren. „ING Belgium nimmt seine Rolle als Hüter des Finanzsystems voll und ganz wahr und erfüllt alle gesetzlichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Bei Bedarf kooperiert ING Belgium mit den Justizbehörden auf völlig transparente Weise“, heißt es.

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5