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Molenbeek: Rund 400 RWDM-Fans demonstrieren gegen die Namensveränderung ihres Fußballvereins

Rund 400 Fans von RWDM-Molenbeek sind am Sonntag vor dem Edmond Machtens-Stadion in ihrer Gemeinde in Brüssel zusammengekommen, um gegen die Veränderung des Namens ihres Fußballvereins zu protestieren. Sie riefen den US-amerikanischen Besitzer John Textor dazu auf, den neuen Namen „Daring Brussels“ zurückzunehmen. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Am 6. Juni hatte Textor den Namen „Racing White Daring Molenbeek“ (RWDM) im Alleingang in „Daring Brussels“ verändert. Damit und mit einem neuen Logo hat der Clubbesitzer die Wut der Fans auf sich gezogen. In einem offenen Brief, der kurz nach dieser Namensveränderung veröffentlicht wurde, forderten die RWDM-Anhänger eine Rückkehr zum alten Namen und zum alten Vereinslogo. Zudem verlangten die Fanclubs, dass sie in alle strukturellen Beschlüsse über ihren Club mit einbezogen werden müssten.

Die damit zusammenhängende Onlinepetition hatten mehr als 3.000 Menschen, darunter zahlreiche ehemalige Spieler, Trainer und Funktionäre, unterzeichnet. Der Vorgang sei von einer Person durchgeführt worden, „die weltfremd ist“, so die Organisatoren der Demonstration am Sonntag: „RWDM ist ein volksnaher Club und kein Privatspielchen oder ein ‚rebrandet product‘ in amerikanischem Stil.“

Die Fans sind der Ansicht, dass es nicht sein könne, dass eine einzelne Person mehr zu sagen habe, als die Leute, die schon seit dutzenden von Jahren schon da seien: „Vor 5 Jahren hatte Textor wahrscheinlich noch nie etwas von RWDM gehört.

„Tief verwurzelt“

Für die Fans ist die Namensanpassung ohne Rücksprache mit ihnen „ein brutales Restyling“, um die Identität des Clubs, der mit der Brüsseler Gemeinde Sint-Jans-Molenbeek tief verwurzelt sei, verschwinden zu lassen. John Textor ist der Ansicht, dass der Ortsname Molenbeek eine zu negative Konnotation habe…

Doch dieser Name und das Vereinslogo seien „Kulturerbe, Identität für tausende Fans, Jugendliche, Familien und Einwohner von Molenbeek.“ Inzwischen prüft sogar die Gemeinde Molenbeek, die Besitzer des Edmond Machtens-Stadions ist, „Daring Brussels“ zu verweigern, dort zu trainieren oder zu spielen, wenn der alte Name nicht wieder hergestellt werde…  

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