Zum Hauptinhalt springen
Inland
Politik

Brüssel: Molenbeek Kulturhauptstadt 2030 in Not - Das Parlament fordert von der Regierung finanzielle Garantien

Das Brüsseler Parlament fordert die geschäftsführende Regionalregierung dazu auf, die notwendigen Mittel für die Bewerbung zur europäischen Kulturhauptstadt „Molenbeek 2030“ bereitzustellen. Die Zeit drängt, da das Projekt im September der entsprechenden Jury vorgestellt werden muss, meldet die Nachrichtenplattform BRUZZ dazu. Neben Namür (gleichnamige Provinz in der Wallonie) und Löwen (Flämisch-Brabant) ist die Brüsseler Gemeinde Sint-Jans-Molenbeek ein weiterer Kandidat für den Titel der europäischen Kulturhauptstadt 2030 (siehe nebenstehenden Beitrag). 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Im Herbst wird eine europäische Jury entscheiden, welche der drei belgischen Städte den Titel im Jahr 2030 tragen wird. Molenbeek hat gute Karten, aber das Fehlen einer vollwertigen Brüsseler Regierung hat es fast unmöglich gemacht, das Bewerbungsbuch (auch „Bidbook“ genannt) zu erstellen, das die Jury überzeugen soll. Es muss auch finanzielle Garantien enthalten, die den Erfolg des gesamten Projekts gewährleisten können. Die geschäftsführende Regierung ist dazu nicht in der Lage, weil sie aktuell mit einem Nothaushalt von provisorischen Zwölfteln arbeiten muss.

Mehrere Parteien haben jetzt einen Antrag eingereicht, in dem sie die noch amtierende Regierung dazu auffordern, die notwendigen Mittel bereitzustellen, um die Bewerbung Molenbeeks als Kulturhauptstadt 2030 zu unterstützen. „Mehr denn je braucht Brüssel ein großes und soziales Projekt, das Hoffnung und Optimismus ausstrahlt und die Menschen über alle Hindernisse hinweg, die das Zusammenleben in unserer Region zu stören drohen, bewegen und verbinden kann“, begründen die verschiedenen Parteien den Antrag an die Regierung.

36,5 Mio. €

Der Antrag kommt von Les Engagés, MR, Groen, PS, TFA, Ecolo, Open VLD, Vooruit, Défi und von der PVDA und hat damit eine breite Mehrheit im Parlament. Konkret fordern die Parteien die Brüsseler Regierung auf, bis 2032 insgesamt 36,5 Mio. € für das Kulturereignis bereitzustellen. In den ersten Jahren sind dies etwa 1,8 Mio. € pro Jahr, wobei für 2030 selbst 17,6 Mio. € veranschlagt sind.

Das gesamte Festival könnte bis zu 80,6 Mio. % kosten. Der Rest des Geldes kommt von den anderen Ländern und Regionen, der belgischen Bundesregierung und der Gemeinde Molenbeek selbst. Die Forderung muss noch im entsprechenden Ausschuss erörtert werden und könnte noch vor der Sommerpause im Plenum verabschiedet werden.

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5