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Hat Molenbeek Chancen, 2030 europäische Kulturhauptstadt zu werden?

Molenbeek, Namür oder Löwen: Mit welcher Stadt als europäischer Kulturhauptstadt feiert Belgien 2030 den 200. Geburtstag?

„2030 wird ein wichtiges Jahr für Belgien. Dann wird der 200. Geburtstag des Landes gefeiert, aber dann wird auch von Europa entschieden, welche Stadt in unserem Land Kulturhauptstadt sein wird“, sagte Fatima Zibouh, Co-Vorsitzende der Mission der Brüsseler Gemeinde Molenbeek für „Brussels 2030“ gegenüber einer Kulturbeilage der frankophonen Tageszeitung Le Soir. Am Donnerstag wurde bekannt, dass die belgischen Städte Molenbeek, Namür und Löwen Finalisten für den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt 2030 sind.

Andreas Kockartz
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„Die Kandidatur für ‚Brussels 2030‘ basiert auf einer gemeinsamen Projektarbeit mit Organisationen aus der Zivilgesellschaft und von Bürgern, die in der Stadt kreativ sind. Wir haben unsere Träume geteilt, unsere Zweifel, unsere Hoffnungen, um gemeinsam über ein veritables Projekt im Hinblick auf 2030 nachzudenken,“ so Fatima Zibouh.

Die nationale Perspektive und der 200. Geburtstag Belgiens im gleichen Jahr seien nicht in die gemeinsamen Gedankenspiele eingeflossen, so die Projekt-Mitautorin, „denn dies spielt in einem ganz anderen Register, nämlich dem der Reform der Infrastrukturen und das lag nicht in unserem Fokus.“

Man sei aber offen für eine Zusammenarbeit mit den kulturellen Instanzen am geplanten Standort für die 200-Jahr-Feiern im Brüsseler Jubelpark und seinen Museen: „Wir sind offen für alle möglichen Formen der Kooperation, bei der Kunst und Kultur eine wichtige Rolle einnehmen.“

Gerade habe man das erste „Bidbook“ eingereicht, so Fatima Zibouh (Foto unten) gegenüber Le Soir: „Das Dossier für unsere Kandidatur ist also in der Phase der Vorentscheidung. Sie wird von der Gemeinde Molenbeek getragen und zwar in Zusammenarbeit mit allen anderen Brüsseler Kommunen in der Brüsseler Hauptstadt-Region. Wir würden uns darüber freuen, unser nationales Kulturerbe neu zu bewerten, wenn wir den Titel, ‚Europäische Kulturhauptstadt‘ bekommen.“

Die Frage ist nur, wie die neue belgische Bundesregierung die Sache mit der 200-Jahres-Feier Belgiens sieht. Die scheidende Regierung hatte die Mittel zur Aufwertung des Brüsseler Jubelparks mit seinem Museumskomplex zusammengestrichen und wie die noch zu bildende Regierung hier vorgeht, bleibt abzuwarten.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)   

Fatima Zibouh, Co-Vorsitzende der Mission der Brüsseler Gemeinde Molenbeek für „Brussels 2030“

Europäische Kulturhauptstadt: Drei Bewerbungen aus Belgien sind im Rennen

Europäische Kulturhauptstadt 2030: Sint-Jans-Molenbeek, die wallonische Regionalhauptstadt Namür in der gleichnamigen Provinz und die Universitätsstadt Löwen in Flämisch-Brabant sind Finalisten für den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt 2030.

Nach Antwerpen (1993), Brüssel (2000), Brügge (2002) und Mons (2015) haben sich nun sechs belgische Städte um den prestigeträchtigen Titel beworben. Die Bewerbungen von Molenbeek-Saint-Jean, Namür und Löwen wurden am Donnerstag angenommen, während die Bewerbungen von Gent, Kortrijk und Brügge nicht berücksichtigt wurden.

Der Name der Europäischen Kulturhauptstadt 2030 wird 2025 bekannt gegeben.

Der Jubelpark soll Zentrum der 200-Jahr-Feier Belgiens 2030 sein

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