Bei dem Einsatz am Mittwochmorgen im Peterbos-Viertel in Anderlecht hat die Polizei mehrere Hochhäuser mit Sozialwohnungen durchsucht. Dabei wurden zahlreiche Bewohner des Viertels - insgesamt 411 Personen - einer eingehenden Kontrolle unterzogen. Der Einsatz, bei dem 23 Personen festgenommen wurden, wurde von der Brüsseler Staatsanwaltschaft geleitet.
Polizeieinsatz im Peterbos-Viertel in Anderlecht: Zahlreiche Festnahmen
Mehrere Dienststellen, darunter die föderale und lokale Polizei sowie die Brüsseler Staatsanwaltschaft waren an der Aktion beteiligt. Insgesamt sollen bis zwischen 800 und 900 Beamte in dem Viertel anwesend gewesen sein. Konkret wurden wohl 271 leerstehende Wohnungen überprüft, die offenbar von Drogendealern und Drogenbanden genutzt wurden.
Beamte blockierten die Eingänge zu den Wohnblocks, während drinnen Gebäudekontrollen stattfanden. Peterbos besteht aus insgesamt 18 großen Wohnblöcken in denen in 1.500 Appartements rund 4.000 Menschen leben, zumeist in Sozialwohnungen. Die leerstehenden und unterwohnten Appartements werden jetzt nach Behördenangaben abgesperrt bzw. zugemauert.
Festnahmen
Unter den Festgenommenen waren u.a. Schwarzarbeiter und zwei Personen, die auf den Fahndungslisten der Polizei stehen. Gegen 4 Personen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet und 19 Personen wurden vorerst administrativ in Obhut der Justiz genommen. Daneben wurden Drogen und Waffen beschlagnahmt und 117 Fahrzeuge überprüft.
„Sicherheitsoperation“
Man wolle dieses Viertel den Drogenbanden nicht einfach so überlassen, so Generalstaatsanwalt Julien Moinil bei der Pressekonfernz zu der Aktion am Donnerstag: “Das war eine Sicherheitsoperation“. Zahlreiche Bewohner des Viertels begrüßten die Polizeiaktion, denn sie fürchten angesichts zunehmender Kriminalität immer mehr um ihre Sicherheit.
Das Peterbos-Viertel liegt in der Gemeinde Anderlecht im Westen der Brüsseler Hauptstadt-Region. Die Wohnblocks und die Parks drumherum gelten als Drogen-Hotspot in der Region.

