Im Peterbos-Viertel in der Brüsseler Gemeinde Anderlecht ist ein großer Polizeieinsatz im Gange. Das Viertel wurde vollständig abgesperrt und 800 Beamte sind vor Ort. Die Aktion ist Teil des Kampfes gegen den Drogenhandel, so die Staatsanwaltschaft. Das Peterbos-Viertel gilt als einer der Hauptumschlagplätze für den Drogenhandel in Brüssel.
Großer Polizeieinsatz im Peterbos-Viertel in Anderlecht: Viertel komplett abgesperrt - 800 Beamte im Einsatz
Die Operation begann am Mittwochmorgen kurz vor 9 Uhr. Bis zu 800 Beamte verschiedener Einheiten und ein Hubschrauber sind im Einsatz, wie die Staatsanwaltschaft bestätigt. Das gesamte Gebiet ist abgeriegelt. Nach Informationen von VRT NWS durchsuchen die Beamten systematisch das gesamte Viertel.
Die Aktion ist Teil des Kampfes gegen den Drogenhandel, so die Staatsanwaltschaft weiter. Der Fall wird von der Polizeizone Süd und der Brüsseler Staatsanwaltschaft koordiniert: "Mehrere Richter sind am Ort des Geschehens und in der Kommandozentrale anwesend. Sowohl die lokale als auch die föderale Polizei sind an dieser Aktion beteiligt". Um die Aktion nicht zu gefährden, will die Staatsanwaltschaft vorerst keine weiteren inhaltlichen Angaben machen.
Kein konkreter Fall
Die Aktion steht offenbar nicht im Zusammenhang mit einem konkreten Fall, sondern zielt darauf ab, die dort operierenden Banden zu zerschlagen. Die Aktion wird "so lange wie nötig" dauern, so eine Quelle aus Polizeikreisen gegenüber VRT NWS. Erst danach werde kommuniziert.
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Peterbos – Heißes Pflaster
Das Sozialwohnungsviertel Peterbos ist seit Jahren in der Hand einiger gewalttätiger Drogenbanden und es steht auch auf der Liste der wichtigsten Drogenumschlagplätze in Brüssel.
Anderlecht wurde in den letzten Monaten mehrmals von Drogengewalt erschüttert. Im Stadtteil Peterbos wurde am 7. Februar ein 54-jähriger Mann erschossen. In Anderlecht wird "ein Territorialkrieg zwischen kriminellen Banden ausgetragen", sagte der Brüsseler Generalstaatsanwalt erst Mitte Februar.
Die Peterbos-Bande will ihr Territorium auf ganz Brüssel ausdehnen, was bei anderen Banden auf Widerstand stößt. Die verschiedenen Banden haben Verbindungen zur albanischen Mafia, zur Morco-Mafia in den Niederlanden und wohl auch zu den Drogenkartellen aus Marseille.

