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Israel bittet B-FAST, humanitäre Hilfe für Gaza zu unterstützen - Regierung prüft Vorschlag

Die israelische Botschafterin in Belgien, Idit Rosenzweig-Abu, hat die belgische Nothilfeorganisation B-FAST eingeladen, bei der humanitären Hilfe im Gazastreifen zu helfen. Das sagte Rosenzweig-Abu am Sonntag im öffentlich-rechtlichen Fernsehen VRT. Die Kontrolle über die Verteilung der humanitären Hilfe will die rechtsextremistische Regierung in Israel selbst behalten.

Belga Martina Luxen
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Laut der Regierung von Benjamin Nethanyahu würden Hilfsgüter von internationalen Organisationen von Hamas – einer von der EU als Terrororganisation eingestuften Gruppierung – gestohlen und verkauft. Diesen Vorwurf weisen internationale Hilfsorganisationen und die Vereinten Nationen jedoch zurück.

Dennoch besteht Israel darauf, eine US-amerikanische Agentur damit zu beauftragen, Hilfsgüter und Lebensmittel an bestimmten Orten in Gaza zu verteilen und die Bevölkerung dorthin zu versammeln.

Israels Botschafterin in Belgien: Idit Rosenzweig-Abu.

B-FAST war bereits vor einem Jahr in Gaza im Einsatz und hatte damals Hilfsgüter per Luftabwurf geliefert. Solche Einsätze seien jedoch „zu gefährlich“, so die Botschafterin (Foto oben). Die Lieferung auf dem Landweg sei „logischer und sicherer“. Voraussetzung für einen erneuten Einsatz von B-FAST in Gaza sei jedoch eine Genehmigung Israels – eine entsprechende Anfrage sei bislang nicht gestellt worden. „Zumindest nicht über mich“, sagte Rosenzweig-Abu.

Aus dem Büro von Premierminister Bart De Wever (flämischer Nationalist) heißt es: „Die humanitäre Lage ist unsere Hauptsorge. Wir prüfen, welche Rolle Belgien vor Ort spielen kann, um Unterstützung zu leisten.“

Belgien reagierte auf neue Anfrage der Palästinensischen Autonomiebehörde 

Das Büro von Außenminister Maxime Prévot (frankophone Christdemokraten, Les Engagés) erklärte, dass Belgien bereits auf eine neue Anfrage der Palästinensischen Autonomiebehörde reagiert habe. Über den europäischen Koordinierungsmechanismus organisiere man jetzt die Lieferung medizinischer Ausrüstung.

Der belgische Außenminister Maxime Prévot von den französischsprachigen Christdemokraten.

„B-FAST steht in engem Kontakt mit der Palästinensischen Autonomiebehörde, um diese Hilfe zu organisieren. Sobald die Lieferung bereit ist, wird sie in die Region überführt. Wir zählen auf die Kooperation Israels, damit die Hilfsgüter diesmal ohne Verzögerung die Bevölkerung erreichen“, so das Ministerium.

Zugleich weist das Außenministerium darauf hin, dass Israel seit Monaten die humanitäre Hilfe über Land blockiere, trotz wiederholter Appelle der internationalen Gemeinschaft.

„Auch wenn es Anzeichen für eine begrenzte Wiederaufnahme gibt, ist das bei weitem nicht ausreichend. Israel muss sofortigen, uneingeschränkten und sicheren Zugang für humanitäre Helfer gewähren, damit die dringend benötigte Hilfe endlich die Menschen vor Ort erreicht“, so die klare Forderung aus Prévots Büro angesichts der menschlichen Katastrophe in Gaza. 

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